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Resultat der kognitiven Verarbeitung von Erfahrungen. Der
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Habitus ist damit ein Produkt der ständigen Anpassung. Er
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reagiert auf Lernanreize und Motivationsanlässe.
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Habitusstrukturen konservieren regelrecht das nach Zeit
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und Ort unterschiedliche Wissen über die soziale Realität
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und damit, wie Menschen Situationen verstehen und ihre
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Handlungen ausrichten. Der Habitus begründet damit eine
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Art individuelles Vertrautheitsverhältnis mit der sozialen
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Welt, ohne das eine menschliche Handlungsfähigkeit gar
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nicht möglich wäre. Dauerhafte Dispositionen, in Bourdieus
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Terminologie als Wahrnehmungs-, Denk- und
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Handlungsschemata (oder auch Habitus) definiert,
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bezeichnen das Ergebnis einer je spezifischen, durch die
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»Besonderheit der sozialen Lebensläufe« (Bourdieu 1987,
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S. 113) von anderen individuellen Habitus unterschiedenen
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Auseinandersetzung mit der Realität. Dennoch weist selbst
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der individuelle Lebenslauf immer auch strukturierte, also
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für eine Generation typische Züge auf.
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Für Bourdieu sind die Besonderheiten eines jeden
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Menschen und damit seines Habitus mit der Flugbahn
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(»trajectoire«) in der individuellen Biografie verbunden.
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Schon in der frühen Kindheit werden die Grundstrukturen
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des Habitus eines Menschen gelegt, indem die
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Lebensbedingungen ein bestimmtes Profil an
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Verhaltensweisen, Ausdrucksformen,
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Geschmacksvorlieben, Meinungen, Normen und
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Einstellungen prägen. Auf diese Weise reproduzieren sich
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auch die Unterschiede der sozialen Herkunft. Wie Bourdieu
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zeigen kann, verfestigen sich die früh gemachten
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Erfahrungen, sie bleiben aber veränderbar, wenn auch –
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und das ist zentral – nicht beliebig veränderbar, sondern
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gebrochen durch den Habitus, der bereits vorhanden ist.
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Das Homogamie-Prinzip im Lebenslauf
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Bourdieus Arbeiten sind voll von Beispielen, die zeigen, wie
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der Habitus eines Menschen dazu beiträgt, träge
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