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Die Theorielinien der materialistischen Ansätze, der
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Frankfurter Schule, des Strukturfunktionalismus und der
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Systemtheorie haben in der Soziologie eine große Wirkung
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hinterlassen. Das gilt im Besonderen auch für ihre
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Bedeutung in der Sozialisationstheorie. Sie bilden das
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Gerüst dafür, über den Zusammenhang von Individuum und
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Gesellschaft aus einer soziologischen Perspektive
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nachzudenken. Der Gegenstand von Sozialisation – das
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Beziehungsverhältnis zwischen einem sich entwickelnden
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Menschen und den umgebenden gesellschaftlichen
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Umweltfaktoren – erhält damit aber auch sehr
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unterschiedliche, mitunter gegensätzliche Nuancierungen.
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Die Sozialtheorie des französischen Soziologen Pierre
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Bourdieu (1930–2002) übernimmt hier eine gewisse
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Vermittlungsrolle. Bourdieu hat eine besonders
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einflussreiche Variante einer Gesellschaftstheorie
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entwickelt, die wie das Theoriegerüst der Frankfurter
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Schule auf der Verbindung einer Struktur- mit der
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Subjektperspektive beruht, gleichzeitig aber auch
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gesellschaftliche Funktionsbereiche so strikt unterscheidet
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wie die systemischen Ansätze und letztendlich dem sich
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entwickelnden Subjekt eine Eigenlogik zuschreibt. Pierre
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Bourdieus Sozialtheorie legt einen besonderen
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Schwerpunkt auf die ungleichen Lebensbedingungen, die
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Menschen für ihre Persönlichkeitsentwicklung vorfinden.
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Der Ansatz ist damit auch einer kritischen Linie in den
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Sozialwissenschaften zuzurechnen.
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Die praxeologische Erkenntnisweise
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Bourdieus Ansatz nimmt seinen Ausgang von einem
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erkenntnistheoretischen Gegensatz: Er behauptet, dass das
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zentrale Problem jeder Sozialwissenschaft die Vermittlung
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zwischen scheinbar unverträglichen Standpunkten oder
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Perspektiven des Erkennens und Verstehens darstellt. Als
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deutlich entgegengesetzt bezeichnet er die Traditionen
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einer objektivistischen und einer subjektivistischen
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