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interdisziplinäre Sichtweise von Sozialisation begründet,
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die sich an einer über den Einzeltheorien angesiedelten
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Konzeption orientieren, die als Modell der produktiven
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Realitätsverarbeitung bezeichnet wurde. Dieser Ansatz ist
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bis heute aktuell und findet Eingang in die
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Biografieforschung, die Kindheits- und Jugendforschung
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sowie die Bildungs- oder Familienforschung. Im Laufe der
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Jahre ist die biologische Seite der Sozialisation sogar
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stärker als zuvor in der neurowissenschaftlichen Debatte
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oder der Genetik verhandelt worden. Durch diese
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Ergänzungen und Verbreiterungen im Diskurs hat die
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interdisziplinäre Sichtweise von Sozialisation laufend
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Zugewinne gemacht. Damit hat auch das »Modell der
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produktiven Realitätsverarbeitung« (in der Einführung ab
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jetzt abgekürzt als MpR) viele Anpassungen vorgenommen
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und neuere Erkenntnisse integriert.
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Die nachfolgenden Ausführungen der Abschnitte 1.3 bis
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1.5 sollen für die Darstellung im Buch einen
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zusammenfassenden Überblick anbieten. Dieser Überblick
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ist grob, aber auch nur für eine erste Annäherung und
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Orientierung gedacht. Er erfüllt die Funktion eines
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»Teasers« in Einführung in die Sozialisationstheorie. Darin
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werden zunächst die »klassischen« Positionen der
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Sozialisationsforschung dargestellt, die sich auf die
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soziologische und psychologische Traditionslinie beziehen.
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Danach wird das MpR in der Kurzfassung des Überblicks
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über die 10 Prinzipien dargestellt.
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1.3
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Die soziologische Propädeutik im Überblick
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Wenn man sich einen Überblick zur soziologischen
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Propädeutik in der sozialisationstheoretischen Diskussion
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verschaffen möchte, stößt man auf die große Nähe der
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Entwicklung der soziologischen und der
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