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Menschen versuchen, auf die Persönlichkeitsentwicklung
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anderer Menschen Einfluss zu nehmen. Ebenso wie Bildung
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ist »Erziehung« damit ein Unterbegriff von Sozialisation.
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Sozialisation umfasst alle Impulse auf die
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Persönlichkeitsentwicklung, unabhängig davon, ob sie
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geplant und beabsichtigt sind, und auch unabhängig davon,
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welche Dimension der Persönlichkeitsentwicklung (Wissen,
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Motive, Gefühle, Bedürfnisse, Handlungskompetenzen)
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beeinflusst wird. Erziehung hingegen konzentriert sich auf
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einen Ausschnitt davon, nämlich auf die absichtsvollen
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Impulse, die meist von Eltern oder Pädagogen in Familie,
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Kindergarten, Schule und Hochschule ausgehen.
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Für die Bezeichnung eines gelungenen Prozesses der
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Sozialisation wird häufig der Begriff »Reifung« verwendet.
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In psychologischer und pädagogischer Denkweise wird
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unter der Reife ein Entwicklungsstand der Persönlichkeit
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gefasst, bei dem ein optimales Maß von
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Verhaltenssicherheit und sozialer Orientierung erreicht ist,
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sodass ein Mensch in bestmöglichem Einklang mit seinen
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persönlichen Ressourcen den Anforderungen der Umwelt
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gerecht werden kann und zu einer vollen Teilhabe am
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kulturellen und gesellschaftlichen Leben in der Lage ist.
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Der Begriff »Reifezeugnis« weist darauf hin, dass in diesem
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Verständnis der Begriff der Reifung eine Nähe zum Begriff
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der (geglückten) Bildung, also eine normative Zielsetzung
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für die Sozialisation vornimmt. Gleichzeitig hat sich der
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Reifungsbegriff in der biologischen Lesart zu einem
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Leitbegriff für die von äußerlichen Faktoren unabhängige
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Entwicklung von Fähigkeiten aller Lebewesen (also auch
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des Menschen) herausgebildet. Gerade in Verbindung mit
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einer humangenetischen Lesart in den
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Entwicklungstheorien bildet dieses Hintergrundverständnis
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so etwas wie ein Konkurrenz- oder Gegenkonzept zu dem
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heutigen Sozialisationsverständnis.
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Die Begriffe »Enkulturation« und »Akkulturation« sind
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heute nur selten gebräuchlich. Sie lassen sich als
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