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Umwelt, auf das »So-werden-wie-mein-Umfeld-es-von-mirerwartet« oder sogar auf die Vorstellung der Prägung des
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Individuums durch den sozialen Kontext, also den Prozess
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des Gesellschaftlich-werdens. Die Alltagssprache weiß aber
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auch, dass ein Kind »seine Sozialisation hinter sich lassen«
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und jeder Mensch »aus dem Schatten seiner Herkunft
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heraustreten« kann, womit ausgedrückt wird, dass in das
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Sozial-werden immer auch eine eigenständige
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Persönlichkeit, ein Individuum-werden einfließt, das sich
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Umwelteinflüssen in einem gewissen Ausmaß entzieht und
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sogar aktiv auf die Entwicklung der Umwelt Einfluss
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nimmt.
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Das Alltags- und das wissenschaftliche Verständnis von Sozialisation
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Das Alltagsverständnis changiert damit zwischen zwei
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Polen. Wie in der Fachdebatte existiert häufig eine
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Vorentschiedenheit. Zuerst hatte auch die Soziologie die
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Umweltabhängigkeit der Persönlichkeitsentwicklung
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herausgearbeitet, danach zeigten aber immer mehr Studien
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aus der Psychologie, in den letzten Jahren besonders auch
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aus der Neurobiologie, dass sich die Vorstellung einer
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reinen Umweltabhängigkeit der Persönlichkeitsentwicklung
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eines Menschen nicht halten lässt. Seitdem besteht
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Konsens darüber, dass Sozialisation auf keinen Fall nur als
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Prägung des Individuums durch sein gesellschaftliches
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Umfeld verstanden werden kann. Vielmehr ist die Variation
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der menschlichen Verhaltensweisen – die Fähigkeit, auch
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anders als von außen genormt auf gesellschaftliche
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Erwartungen und Zwänge zu reagieren – ein
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Grundmerkmal der Persönlichkeitsentwicklung.
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Unser Alltagsverständnis ist reich an Erfahrungen mit
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dem Doppelgesicht der Sozialisation. Hierzu gehören
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Erfahrungen und Erlebnisse, die wir Menschen selbst
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machen.
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Dazu eine historische Illustration: Während in den
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proletarisch geprägten Milieus der körperlichen Arbeit
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