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die Einführung der „Erziehungszeit“ (bis 2000 „Erziehungsurlaub“ genannt); dieser Rechtsanspruch stärkt Frauen in ihrer sozialen Absicherung, denn er garantiert ihnen die Rückkehr auf ihren alten Arbeitsplatz; darüber hinaus ermöglicht er den Vätern, statt der Mutter die Hauptlast der Erziehungs- und Betreuungsfunktion zu übernehmen. Dass nur etwa 5 % der Väter die Erziehungszeit in Anspruch nehmen, ist u. a. darauf zurückzuführen, dass die ganze Sozialpolitik immer noch der Idee der bürgerlichen Normalfamilie und des Vorranges der Erwerbsarbeit vor anderen Formen gesellschaftlich wertvoller Arbeit anhängt. Das wird auch daran deutlich, dass viele frauenbezogene Maßnahmen im Bereich der Sozialpolitik im engeren Sinne mütterbezogen sind. Wie viel schwerer dagegen tut sich noch die Politik bis in die jüngste Zeit mit direkt frauenbezogenen Reformen, z. B. einem Gesetz, das auch Vergewaltigung in der Ehe unter Strafe stellt oder dem gewalttätigen Ehemann den Zutritt in die gemeinsame Wohnung untersagt. Trotz allem finden wir in der Politik der BRD in ihrer Bedeutung zunehmende – wenn auch mühsame – Versuche, über die Sozial- und Rechtspolitik das „Gleichheitsparadigma“ zu realisieren. Die ersten großen Schritte in diese Richtung waren die erst 1958 erfolgte Aufhebung des dem Ehemann zugestandenen Rechts, seiner Frau die Berufstätigkeit zu verwehren, und das neue Scheidungsrecht von 1977. Darüber hinaus hat die Politik durch die gesetzliche Regelung, dass auch der Vater Anspruch auf die „Erziehungszeit“ hat (und dass sie, als dritte Variante, zwischen Mutter und Vater teilbar ist), eine Botschaft an Männer, Frauen und Kinder formuliert: Auch Väter können Kinder in voller Verantwortung erziehen, und das soll unterstützt werden. Das soziale Sicherungssystem und darüber hinaus die Politik insgesamt befinden sich in einer ernsthaften Glaubwürdigkeitskrise. Die Hoffnung der Bürgerinnen auf einen Staat, der sich im Hinblick auf die Lösung anstehender Probleme kompetent zeigt, schwinden. Die gesellschaftlichen Teilsysteme sind zu komplex geworden, und die