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VII. Konsequenzen und Perspektiven
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Heinz Kindler / Adelheid Unterstaller
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Primäre Prävention von Partnergewalt: Ein entwicklungsökologisches Modell
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Einleitung
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Weltweit hat Partnergewalt zunehmend als verbreitetes und schwerwiegendes gesellschaftliches Problem Anerkennung gefunden (Krug et al. 2002).
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Partnergewalt verursacht nicht nur enormes Leid bei Opfern, sondern bedroht auch deren Leben und Gesundheit (Kendall-Tackett 2004, WHO 2003,
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Golding 1999). Sie stellt eine Hypothek für die nachfolgende Generation dar
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(Kindler 2002) und führt zu erheblichen gesellschaftlichen Kosten (Godenzi &
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Yodanis 1998, WHO 2004).
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Immer weniger Staaten verweigern sich daher der Forderung nach ernsthaften Anstrengungen, um Partnergewalt zurückzudrängen und Opfer zu
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schützen. Gleichzeitig liegt die Hauptlast der konkreten Arbeit gegen Partnergewalt vielerorts weiterhin bei zivilgesellschaftlichen, überwiegend von der
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Frauenbewegung inspirierten Initiativen. Staatliche und zivilgesellschaftliche
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Akteure können bei ihren Bemühungen allerdings vermehrt auf aussagekräftige Forschungsergebnisse zurückgreifen um lokal angepasste Strategien zu
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entwickeln. Dies betrifft etwa Wirkungen von Zufluchtsmöglichkeiten und
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psychosozialer Unterstützung für Opfer (z.B. Sullivan & Bybee 1999, Bennett
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et al. 2004), Wirkungen von polizeilichen und strafgerichtlichen Maßnahmen
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(z.B. Buzawa & Buzawa 1996, Hoyle & Sanders 2000), gerichtlichen Schutzanordnungen (z.B. Holt et al. 2002) und psychosozialen Interventionen mit
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Tätern (z.B. Gondolf 2002, Babcock et al. 2004). Zudem rückt die Bedeutung
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der Verknüpfung verschiedener Maßnahmen (z.B. von polizeilichen Maßnahmen und angebotener Beratung) in sogenannten Interventionsprogrammen
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(Shepard et al. 2002, BMFSFJ 2004) und die bereichsübergreifende Zusammenarbeit zwischen Sozial-, Rechts- und Gesundheitssystem (z.B. Amiel &
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Heath 2003, Jaffe & Crooks 2004, Smith et al. in press) immer mehr in den Mittelpunkt der Diskussion. Im Hintergrund dieser Entwicklung steht die Idee
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einer gesamtgesellschaftlichen Strategie gegen Partnergewalt, die in verschiedenen Ländern, wenngleich in unterschiedlicher Qualität und Ausführlichkeit,
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