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Arbeit mit Tätern häuslicher Gewalt zum Thema „Väterverantwortung“
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keine akute Suchtmittelabhängigkeit. Daraus kann abgeleitet werden, dass
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sich das Angebot nicht eignet für Hochrisikogruppen wie Suchtkranke, psychisch Kranke, Männer mit hoher Delinquenz oder junge Erwachsene mit
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antisozialen Lebensstilen, ebenso wenig für Migranten ohne ausreichende
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deutsche Sprachkenntnis.
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In 2004 haben insgesamt 75 Männer Beratung im MIM wegen Partnerschaftsgewalt in Anspruch genommen, 27 von ihnen haben an einem Täterprogramm teilgenommen. Insgesamt waren 57 Männer Väter eigener Kinder.
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30 von ihnen lebten noch in der Familie und 27 waren getrennt von der Partnerin. Insgesamt waren 88 leibliche Kinder und weiterhin noch 25 Kinder der
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Partnerin von der häuslichen Gewalt unmittelbar betroffen. Diese Zahlen vermitteln eine ungefähre Vorstellung davon, wie notwendig und sinnvoll schon
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jetzt eine Thematisierung der Zusammenhänge von Partnerschaftsgewalt und
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Vaterschaft in den Täterprogrammen ist.
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Als klassische Selbstmeldereinrichtung ist der Anteil der freiwilligen
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Kontaktaufnahmen im MIM auch heute noch vergleichsweise hoch (2004
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77,3%, 2003 69,3%). Auch wenn diese Männer zunächst formal ohne äußeren Druck kommen, können hier die Angst vor Konsequenzen nach einem
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weiteren Rückfall, ebenso wie die Angst vor einer Trennung von der Partnerin, die Hoffnung auf ihre Rückkehr, der polizeilich verhängte Platzverweis
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oder die Angst vor Konsequenzen nach einer Anzeige eine maßgebliche Rolle
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spielen. Die anderen Männer haben institutionelle oder gerichtliche Auflagen
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zur Beratung im MIM. Hierzu zählen Männer, die aufgrund einer Kooperationsvereinbarung im Rahmen des Täter-Opfer-Ausgleichs ans MIM vermittelt wurden, ebenso wie Männer mit einer Bewährungsauflage. Aufgrund der
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Kooperation mit zwei Justizvollzugsanstalten besteht die Möglichkeit, dass
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Männer bereits aus der Haft heraus am Täterprogramm teilnehmen.
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Vorgespräche
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Vor einer Gruppenaufnahme werden mit den Männern in der Regel drei bis fünf
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Vorgespräche geführt. Aufgrund unterschiedlicher Einstiegsmotivationen dienen diese Vorgespräche dazu, eine Eigenmotivation zu entwickeln. Die Männer
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haben die Möglichkeit, die Situation aus ihrer Sicht zu schildern. Gleichzeitig
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erfahren sie, dass sie in ihrer Not und Ratlosigkeit ernst genommen, aber auch
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kritisch hinterfragt werden. Sie erleben eine klare Haltung des Beraters gegenüber der Gewalt. Ziel ist, dass die Männer die Einsicht entwickeln, dass ihre
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Gewalt ein Problem ist, für das sie die alleinige Verantwortung tragen. Dazu
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gehört auch die Bereitschaft, an sich und der eigenen Veränderung zu arbeiten.
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Dementsprechend werden die Ziele des Täterprogramms mit den Männern erarbeitet, diese sind: (1) Keine erneute Gewalt ausüben, (2) Verantwortung für
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das eigene Verhalten übernehmen, (3) Selbstbeobachtung und Selbstwahrnehmung verbessern, (4) Grenzen anderer erkennen und respektieren, (5) eigene
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