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Die Arbeit der Psychologischen Beratungsstelle bei häuslicher Gewalt
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sich, dass ein Teil der Kinder bei Beratungsbeginn in einer von Partnergewalt
geprägten Familie lebt. Der Kontakt zur Beratungsstelle kommt zum Beispiel
aufgrund von Entwicklungsproblemen des Kindes, beziehungsweise Erziehungsschwierigkeiten von Seiten der Mutter zustande.
Nach einer Trennung vom gewalttätigen Vater reagieren Kinder sehr unterschiedlich. Mütter wünschen sich deshalb in dieser Situation oft Entlastung
im Umgang mit ihren Töchtern und Söhnen und Unterstützung bei der Stabilisierung ihrer neuen Lebenssituation.
Einige Frauen halten die Beziehung zu dem Gewalttäter auch nach der
Trennung aufrecht. Sie wollen ihren Söhnen und Töchtern den Kontakt zum
Vater ermöglichen, erhoffen sich Entlastung durch ihn oder haben weder
Kraft noch Chance, sich gegen den Druck seitens des Mannes, der Kinder
oder der Professionellen durchzusetzen. Dies gilt insbesondere bei gerichtlich
angeordnetem Umgang (zu Partnergewalt und Umgangs- bzw. Sorgerecht siehe die kritische Reanalyse der Ergebnisse der Begleitforschung zur Kindschaftsrechtsreform von Kostka 2004).
Die Motivation der Kinder, den Vater zu treffen, kann sich aus der bestehenden, zum Teil unsicher-ambivalenten oder desorganisierten Bindung (z.
Überblick vgl. Brisch & Hellbrügge 2003) zu ihm ergeben. Daneben spielen
Verantwortungsgefühle oder Beziehungen zu den Großeltern väterlicherseits
eine Rolle. Zum Teil sind die Bedürfnisse der Kinder innerhalb einer Familie
auch unterschiedlich. Während das eine Kind den Vater regelmäßig sehen
möchte, lehnt das andere jeglichen Kontakt ab.
Es gibt Familien, in denen die Kinder die Beziehung zum Vater aufrechterhalten, während sich die Berührungspunkte zwischen den Eltern je nach
Alter des Kindes auf Vereinbarungen über Termine beschränken. Sehr häufig
bedeutet es eine besondere Herausforderung, wenn die Frauen erleben, dass
sie den Alltag unter zum Teil sehr schweren Bedingungen mit dem Kind gestalten, während der Vater, der in der Vergangenheit gewalttätig war und sich
immer wieder unzuverlässig verhält, vom Kind positiv erlebt wird.
Auch wenn kein Kontakt mehr zum Vater besteht, werden Kinder in Alpträumen und plötzlichen Erinnerungen immer wieder mit der Gewalt konfrontiert oder haben Verhaltensweisen entwickelt, die zu Konflikten führen.
Ein Teil der Mütter wird phasenweise durch Aggressionen ihrer Kinder an
den gewalttätigen Partner erinnert. Es können Gefühle starker Hilflosigkeit
und Wut ausgelöst werden, so dass altersangemessene Reaktionen auf Tochter oder Sohn nicht möglich sind (vgl. Heynen, 2003).
Erziehungsberatung der Mütter
Die Anforderungen an die Erziehungskompetenzen der Mütter sind bei häuslicher Gewalt, insbesondere bei erneuten Gewalthandlungen und Konfrontation mit dem Gewalttäter, sehr hoch. Wichtig ist zunächst der Aufbau einer