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Beratung von Müttern im Kontext einer mädchenspezifischen Krisenintervention

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dar. Bei der Entscheidung, dies zuzulassen und einen Sicherheitsplan zu entwickeln spielt das Alter und der Grad der Reife des Mädchens eine große Rolle. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass es aber auch schon bei jüngeren Mädchen (ab 12 Jahre) nicht möglich war, sie zu halten, wenn die Ambivalenz in Bezug auf die Rückkehr in die Familie zu groß wird. In der Regel inszenieren sie dann Grenzverletzungen und Regelverstöße in der Hoffnung, die Einrichtung verlassen zu müssen. Für ihr Selbstbild und ihre moralische Integrität spielt oft die Frage der „2. Chance“ eine große Rolle. Erst, wenn sie diese gegeben haben und der Misshandler, aber auch die Mutter, diese wieder nicht nutzen konnten, können sie sich in ihrem Denken den „Egoismus“ zugestehen, an sich selbst zu denken und die Familie ohne zu große Schuld- und Verantwortungsgefühle zu verlassen.

Leitlinien für die Beratung von Müttern und Töchtern im Kontext häuslicher Gewalt Diese Leitlinien sind nicht als starre Gesprächsanleitung zu verstehen, sondern als Themenbereiche, die für das Erfassen der jeweiligen Mutter-TochterBeziehung notwendig sind und je nach Entwicklung des beraterischen Vertrauensverhältnisses abgearbeitet werden sollten. Wie bei jedem anderen beraterischen Kontext ist es in diesem Fall wichtig, dass sich alle Gesprächsbeteiligte gut verständigen können, d.h. sprachkundige Beraterinnen oder Sprachmittlerinnen einbezogen werden, gerade wenn die Gefühle sonst nicht adäquat verständlich gemacht werden können. Zusätzlich ist ein auf der Grundlage eines ausreichenden Wissens um die Folgen eines Migrationsprozesses entwickelter Blick für die jeweilige Situation der Familie wichtiger Bestandteil der Gespräche.

Bedingungen und Themenbereiche für die Vorgespräche mit der Mutter Zu Beginn des Clearingprozesses sollte dieses Vorgespräch mit der Mutter zunächst immer in Abwesenheit der Tochter geführt werden, damit Raum für den Blickwinkel der Mutter ohne Schuldzuweisungen eröffnet wird. ȡ Es sollte versucht werden, die Gespräche getrennt mit den Elternteilen zu führen. ȡ Wenn es in dieser Krisensituation nicht möglich ist, den Vater oder gewalttätigen Partner von einer Teilnahme an dem Gespräch mit der Mutter abzuhalten, sollte beim gemeinsamen Gespräch darauf geachtet werden, dass keine Bemerkungen über die Gewalt die Frau zu Hause einem massiveren Druck aussetzt, d.h. auch keine Situationen schaffen, bei denen die Frau Aussagen der