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Modelle der Unterstützung für Mütter bei häuslicher Gewalt
richten, sondern mit ihr gemeinsam auf die Suche nach Erinnerungen und
Fragen an die Vergangenheit zu gehen.
Dabei ist es wichtig, dem Mädchen nicht das Gefühl zu vermitteln, dass es
ihre Verantwortung ist, aus dem Verständnis der Opfer-Konstellation in der
Vergangenheit der Mutter diese zu stützen und ihr Ringen um Autonomie
aus Gründen des Schutzes der Mutter aufzugeben. Sehr wohl geht es aber
darum, die Frage des Respekts und der Autorität der Mutter zu bearbeiten
und internalisierte Abwertungen bewusst zu machen.
Wenn der Mutter in den Einzelgesprächen bewusst wird, dass sie eine negative Übertragung der Gefühle für den Vater auf die Tochter gelebt hat, wird
sich die Frage stellen, ob eine zumindest zeitweilige Trennung von Mutter
und Tochter angezeigt ist. Aus der Distanz kann es leichter sein, mit der Unterstützung eines der jeweiligen Bedürfnisse angepassten Settings in intensiven gemeinsamen Gesprächen mittelfristig einen Raum für einen Neuanfang zu schaffen. Dies gelingt um so leichter, wenn die Mutter für sich selbst
einen therapeutischen Rahmen sucht.
Häusliche Gewalt durch den leiblichen Vater, danach immer wieder gewaltförmige
Partnerbeziehungen der Mutter
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immer Fred, für den macht sie alles. Nach meinem Vater hat sie sich nur noch Arschlöcher ins
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eh nix mehr von ihr. Ich will so schnell, wie möglich ins betreute Einzelwohnen.“
Grit präsentiert sich in der Anlaufstelle im Mädchennotdienst beim Erstgespräch als sehr autonom. Es wäre viel zu gefährlich für sie, Bedürfnisse an die
Mutter zu artikulieren. Höchstens die kleineren Geschwister tun ihr leid, aber
die werden auch schon noch dahin kommen, zu merken, dass sie von dieser
Mutter nichts zu erwarten haben. Am liebsten hätte sie sie mitgenommen.
Früher hätte sie sich immer um sie gesorgt, aber jetzt ists genug, jetzt muss
sie sich um sich selbst kümmern.
Auch Grit hat das Bild eines idealisierten Vaters internalisiert. In ihren Augen, war er gut. Wenn es zu Gewalthandlungen durch den Vater gekommen
ist, dann hat die Mutter es verdient. Die aggressiven Gefühle gegenüber einer
Mutter, die sich selbst und die Tochter nicht schützen konnte und entweder
z.T. selbst gewalttätig wurde oder die Gewalt der jeweiligen Partner bagatellisierte, drohen sie zu überschwemmen.
In diesem Kontext ist eine zumindest vorübergehende Trennung von Mutter und Tochter angezeigt. Auf jeden Fall ist es wichtig, das Signal der Tochter ernst zu nehmen, dass sie sich in diesem Haushalt gefährdet fühlt, auch
wenn zu diesem Zeitpunkt die Gewalt nicht unmittelbar gegen sie gerichtet
ist. Das Miterleben der häuslichen Gewalt, das kontinuierliche Erleben, dass