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Erfahrungen einer Spezialberatungsstelle in Stockholm
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Verteidigungsmechanismen der Kinder gegen die eigenen Ängste eine Verarbeitung behindern. Für jüngere Kinder ist es in der Regel am leichtesten, mit Spielen und Zeichnen zu beginnen. Das Kind darf bauen oder zeichnen, was es möchte. Während des Spielens oder Zeichnens beobachtet die Therapeutin besonders die Dinge und Themen, die an die traumatischen Erlebnisse des Kindes angeknüpft werden können und die der gedankliche Leitfaden des Kindes in Bezug auf die Gewalt gegen die Mutter sein können. Ziel ist es, nach und nach das symbolische Material mit der persönlichen Lebenssituation des Kindes zu verbinden. Das symbolische Spiel des Kindes muss gedeutet werden, da das Kind ansonsten Gefahr läuft, in einer ständigen Wiederholung des Traumas zu verharren. Erinnerungsbilder und Sinneseindrücke des Geschehenen von Kindern und Jugendlichen sind häufig fragmentarisch. Ziel der traumaspezifischen Therapie ist es, bruchstückhafte Eindrücke zu einem zusammenhängenden Bericht zu verknüpfen. Erzählen bewirkt Heilung. Der Grundgedanke, der Voraussetzung für jede psychologische Therapie ist, bezeugt die Existenz der heilenden Kraft, Geschehnisse und Gefühle in Worte zu fassen und mit anderen zu teilen und auf diese Weise einen neuen Weg zu finden, den traumatisierenden Erlebnissen zu begegnen. Ältere Kinder und Jugendliche zeigen in der Regel ein starkes Bedürfnis zu berichten, was sie erlebt, wie sie auf die Gewalt gegen die Mutter reagiert, was sie gedacht haben und welche Strategien sie angewandt haben. Aber auch ältere Kinder können Unterbrechungen benötigen, und hier kann die gefühlsmäßige schwere Arbeit durch Zeichnen oder Lehmarbeit erleichtert werden. Hat ein Kind eine traumatische Erfahrung gemacht, kann der Fall eintreten, dass das Kind Gefühle und Teile des Erlebten vergisst. Das Kind beginnt zu erzählen und bricht plötzlich ab, da es nicht weiß, wie es weitergeht. Die Wiedergabe eines Handlungsverlaufes kann Zeichen von Dissoziation, einem mentalen Ausweichen, aufweisen. Ein fünfzehnjähriges Mädchen berichtete: „Als Papa das zerbrochene Glas gegen Mama richtete, war ich wie versteinert. Plötzlich sah ich, wie ich vor mir stand und auf das Glas in Papas Hand schaute. Ich sah meinen eigenen Rücken!“
Im weiteren Verlauf des Gesprächs erzählte das Mädchen äußerst bewegt von ihrer festen Überzeugung, dass ihre Mutter umgebracht, dass sie verbluten würde. Kinder jeden Alters zeigen Furcht, Angst, Resignation und Wut. Außerdem sind sie von den Erwachsenen um sich herum enttäuscht, die so getan haben, als wüssten oder verstünden sie nichts. Durch das Zuhören und die Fragen der Therapeutin erfährt das Kind, dass die Therapeutin sich nicht sträubt, der Scham des Kindes gegenüber dem Erlebten zu begegnen. Die Therapeutin zeigt Respekt gegenüber dem Kind, das ebenso wie ein Erwachsener seine