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Unterstützung für Mädchen und Jungen bei häuslicher Gewalt
Konflikt mit einbezogen; Männer drohen den Frauen, die Kinder wegzunehmen, sie drohen auch, den Kindern etwas anzutun.21
Was haben Erzieherinnen und Erzieher mit diesem Thema zutun? Grundlegend für die Projektidee war die Annahme, dass in vielen Tageseinrichtungen Kinder betreut werden, die das gewalttätige Handeln des Vaters oder Partners gegen die Mutter miterleben und das damit verbundene Leid in unterschiedlichen Formen zum Ausdruck bringen. Auch wenn Fachkräfte vermuten, dass Mütter physisch und psychisch misshandelt werden, so fehlt es häufig an der notwendigen Kompetenz, das Geschehen so zu thematisieren, dass die Mütter Hilfe für sich und ihre Kinder suchen. Außerdem kommt in der Kindertagesstätte, der ersten öffentlichen Sozialisationsinstanz, in der neben kognitiven und emotionalen auch die sozialen Fähigkeiten von Kindern entwickelt werden sollen, der Gewaltprävention eine besondere Bedeutung zu. Ziel von PräGT war es deshalb, Erzieherinnen und Erzieher für das Thema häusliche Gewalt zu sensibilisieren und ihre Handlungskompetenzen zu erweitern und zu stärken. Es ging im Projekt allerdings keinesfalls darum, dass Erzieherinnen und Erzieher psychosoziale Beratung oder therapeutisches Arbeiten leisten sollten. Sie sollten vielmehr erkennen, welch wichtige „Brücke“ sie sein können zwischen Betroffenen und dem Hilfesystem. Zudem haben sie allen Helferinnen und Helfern eins voraus: Sie sehen das Kind über eine lange Zeit fast täglich und kennen in der Regel auch die Eltern besser als andere Kooperationspartnerinnen und Kooperationspartner. Anfängliche Skepsis, Unsicherheit und teilweise Ablehnung der Erzieherinnen der Projekt-Kita in Gotha dem Thema gegenüber machten die Durchführung des Projektes zuerst nicht immer leicht. Viele Fragen standen im Raum, die beantwortet werden wollten, bspw.: „Dürfen und sollen wir uns in familiäre Probleme überhaupt einmischen? Werden uns die ȱȱȱûĝȱȱȱȱǰȱȱ ȱȱ ȱȱȱ häuslichen Situationen ausfragen? Ist das wirklich Aufgabe der Erzieherin, gegen häusliche Gewalt vorzugehen? Können wir nicht verklagt werden, wenn wir Vermutungen äußern, die wir nicht beweisen können? Was ist mit dem Datenschutz?“ Und schließlich: „Welche Möglichkeiten der Prävention häuslicher Gewalt haben wir als Kita?“
Prävention durch Kooperation Eine der wesentlichsten Aufgaben am Projektbeginn war der Aufbau von Kooperationsstrukturen. So gewann die Kita mit Hilfe der Koordinatorin als PartnerInnen hierfür das Frauenhaus, den Kinder- und Jugendschutzdienst, eine 21 Zu den Auswirkungen auf Kinder im Einzelnen siehe Kindler und Strasser in diesem Band.