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Gruppenarbeit mit Mädchen und Jungen im Frauenhaus

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nur wenigen Kindern angenommen. Ihre Bedürfnisse und Interessen lagen weit auseinander. Es entstand ein aggressives, vom Widerstand der Kinder geprägtes Klima. Im Juli 1991 änderten die damaligen Pädagoginnen nach reiflichen Überlegungen und Beobachtungen ihr Konzept. Bei den Vorschulgruppen wurde die feste Struktur belassen, aber die älteren Kinder konnten auch ohne Voranmeldung kommen. Für alle Gruppen galt ab diesem Zeitpunkt, dass die Bedürfnisse der einzelnen Kinder auch in der Gruppe im Vordergrund stehen sollten. Die Kinder sollten einen Ort der Geborgenheit vorfinden, sich wertgeschätzt und angenommen fühlen und ganz einfach Kind sein dürfen. Auf diesem Hintergrund ist das heutige Konzept immer differenzierter entwickelt worden.

Wie gehen wir heute in den Gruppen mit den Belastungen und Bedürfnissen der Kinder um? Wir bieten verschiedene Kindergruppen an. Die Gruppe für bis zu sechs Kinder im Vorschulalter wird durch eine verbindliche Teilnahme so stabil wie möglich gehalten. Die offene Gruppe für Schulkinder umfasst u.a. die tägliche Hausaufgabenbetreuung und wird zeitweise geschlechtspezifisch aufgeteilt. Wird die Gruppe zu groß, wird sie nach Alter getrennt. Außerdem bieten wir laufend „thematische Gruppen“ und Projekte an, wie z.B. Trommeln und Malen, Theater- und Rollenspiel oder auch eine Psychomotorikgruppe. Alle Gruppen sollen dazu beitragen, dass die Kinder möglichst schnell emotionale Entlastung finden und in der Krise stabilisiert werden. Die Kinder sollen sich so sicher wie möglich fühlen und sich in der neuen Umgebung und Situation leichter orientieren. Weiterhin werden sie dabei unterstützt, einen eigenen Weg zu finden und ihre Isolation und Sprachlosigkeit zu überwinden. Die Gruppen bieten einen Raum, der den Kindern ermöglichen soll, kindliche Bedürfnisse auszuleben und ihre eigenen Fähigkeiten zu entfalten. Es werden Angebote gemacht, die es ihnen erleichtern, Entwicklungsdefizite und Wahrnehmungsstörungen zu verringern und auch ihre schulische Lernfähigkeit zu verbessern. Ein weiteres wichtiges Ziel ist die Stärkung der sozialen Fähigkeiten, insbesondere das Erkennen von und der Umgang mit eigenen und fremden Gefühlen, Bedürfnissen und Grenzen und das Entwickeln von geeigneten Konfliktlösungsstrategien. Um diesen Zielen gerecht zu werden, hat es sich bewährt, die Gruppenstärke klein zu halten und die Kinder in einem nicht zu großen Altersabstand zusammen zu fördern. Die Gruppen werden soweit möglich zu festen, wiederkehrenden Zeiten mit den gleichen Pädagoginnen durchgeführt. Von Anfang an wird den Kindern eine vertrauensvolle Beziehung angeboten. Dafür dient auch ein im Vorfeld stattfindendes Aufnahmegespräch, bei dem sie unter anderem über das Gruppenangebot informiert werden. Wenn die Kinder das erste Mal in die Gruppe kommen, werden sie aufmerksam und liebevoll