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Gruppenarbeit mit Mädchen und Jungen im Frauenhaus
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und einer angemessenen Personalausstattung mit Erzieherinnen und Heilpädagoginnen arbeiten kann. Gleichzeitig war seit Eröffnung des Hauses 1978
fachlich der Hilfebedarf der Kinder anerkannt und damit die pädagogische
Unterstützung für die Mädchen und Jungen ein integrierter Bestandteil der
Frauenhausarbeit. Im Leitbild der Frauenhilfe von 2001 sind als Selbstverpflichtung sowohl die Anerkennung der Frauenrechte als Menschenrechte
wie auch die Rechte der Mädchen und Jungen entsprechend der Kinderrechtskonvention der UN aufgenommen.
Rahmenbedingungen für die pädagogische Arbeit
Die pädagogische Arbeit und damit auch die Gruppenarbeit sind auf die Rahmenbedingungen und Strukturmerkmale der Frauenhausarbeit konzeptionell
abgestimmt. Sie werden im Folgenden kurz beschrieben.
Der Einzug und die Verweildauer eines Kindes im Haus sind abhängig
von der Entscheidung der Mutter. Damit verbunden ist eine hohe Fluktuation
in den Kindergruppen, unabhängig von Bedarf, Bedürfnissen und Integration der Mädchen und Jungen. Unserer Erfahrung nach hat sich der situative
Ansatz als Methode in der Gruppenarbeit bewährt. Die Kontinuität für die
Kinder wird dadurch gewahrt, dass je nach Gruppenzusammensetzung die
Angebote flexibel gestaltet werden.
Wohnen im Frauenhaus bedeutet für Mütter und Kinder vorübergehendes
Wohnen und damit eine Übergangssituation. Ein Schwerpunkt in der Gruppenarbeit ist folglich, die Übergänge vom Ankommen zur Integration bis zum
Abschied zu gestalten. Willkommens- und Abschiedsrituale erleichtern es den
Kindern, die oftmals überraschenden Veränderungen durch Neuaufnahmen
oder Auszüge zu bewältigen.
Für die Kinder misshandelter Frauen ist das Frauenhaus ein Schutz- und
Sicherheitsraum. Die individuelle Gefährdungslage wird immer abgeklärt.
Gruppenaktionen außerhalb des Hauses werden mit den erforderlichen Sicherheitsmaßnahmen durchgeführt. Mit altersgerechter Sicherheitsberatung unterstützen die Erzieherinnen die Kinder, mit ihren Ängsten umgehen zu lernen.
In unserem Haus ist der Kinderbereich im gleichen Gebäude, damit ist die
räumliche Nähe zur Mutter immer gegeben. Sich von der Mutter abzulösen,
ist dadurch gleichzeitig erschwert und erleichtert. In jedem Fall hat diese Situation einen Einfluß darauf, wie die Kinder den Zugang zu den Gruppen finden und sich integrieren können. Mit altersgerechten Aufnahmegesprächen
zeitnah nach Einzug unterstützen die Erzieherinnen die Kinder, das Haus als
ihren neuen Wohnraum und den Kinderbereich als ihren Spiel- und Gestaltungsraum kennenzulernen. Diese Gespräche bewirken nach unserer Erfahrung, dass die Kinder sich ernst genommen und gesehen fühlen. Die älteren
Kinder bezeichnen die für sie zuständige Erzieherin oftmals als „ihre Beraterin“, während ihre Mutter Unterstützung von der Sozialpädagogin erhält. Die