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Nangilima - ein ambulantes Gruppenangebot für Kinder
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dass sie mit dem Erinnern an das Vergangene auch wieder an der Gegenwart
leiden würde.
Andere Kinder gingen auf andere Weise differenziert mit der Erlaubnis,
über ihre Erfahrungen zu reden oder zu schweigen, um. Ein Junge malte z.B.
bei einem Treffen zwei Bilder zur erlebten Gewalt eines war eine tatsächliche Gewaltszene, das andere stellte Gefühle dar, die er in dieser Situation
hatte. Die Gewaltszene wollte er nur den Gruppenleiterinnen zeigen, nicht
den anderen Kindern, das „Gefühlsbild“ durften alle sehen und er wollte und
konnte es uns auch erläutern.
Umgang mit auffälligem Verhalten
Es ist uns an dieser Stelle wichtig zu betonen, dass das auffällige Verhalten
der Kinder auf den ersten Blick abweicht von der „Norm“; berücksichtigt
man aber die familiären Situationen, in denen es entstanden ist, so kann es in
diesem Zusammenhang nur als angemessen und sinnvoll angesehen werden.
„Auffälligkeiten“, denen wir begegnet sind, waren u.a. mangelnde Regulierungsmöglichkeiten innerer Spannung, dadurch ein permanentes ÜbererregtSein, eine Verstärkung hyperaktiver Symptome; eine (leichte) Dissoziation
von Gefühlen; die„Gerinnung“ in einem Gefühl, beispielsweise der Wut, die
sich gegen alles und jeden richtet; Störungen im Sozialverhalten (aggressives
bis gewalttätiges Verhalten, mangelnde Regulierung von Nähe und Distanz,
Erleben des Außen als feindlich, Rückzug, Starre o.ä.), eine mangelnde Konfliktfähigkeit; überverantwortliches Verhalten als Folge von Parentifizierung;
überangepasstes Verhalten; auffällig unauffälliges Verhalten.
Ein hoher Pegel an innerer Unruhe und Anspannung auf der einen Seite
sowie mangelnde Sozialkompetenzen auf der anderen Seite führten zu äußerer Unruhe innerhalb der Gruppe und zu dementsprechend spannungsreichen Situationen. Klare Regeln, eine überschaubare zeitliche und inhaltliche Strukturierung der Treffen, häufiges Arbeiten in Kleingruppen sowie
eine seitens der Gruppenleiterinnen positiv gelebte Autorität waren deshalb
unverzichtbar.
Parallel dazu bildeten unser Beziehungsangebot und die Arbeit mit Erlaubnissen den Boden, auf dem wir den Kindern und ihren individuellen
Verletzungen begegneten. Im Zusammenhang mit übererregten, motorisch
sehr unruhigem Verhalten machten wir gute Erfahrungen mit der Aufnahme
direkten Körperkontakts, zu dem das jeweilige Kind allerdings ausdrücklich
die Erlaubnis gegeben haben musste.
Dauerhaft extrem unruhiges sowie gewalttätiges Verhalten einzelner Kinder
und unsere Reaktionen darauf schafften allerdings - leider unvermeidbar - Situationen, die mit einem gewissen Grad an lautstarker Auseinandersetzung verbunden waren. Dies war manchmal für andere, den Konflikt mitverfolgenden