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Therapeutische Arbeit mit Kindern, die häusliche Gewalt erlebt haben
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diese möglichst nicht wahrzunehmen, zu hemmen, zu unterdrücken. Der
Schritt zur Wendung gegen das eigene Selbst bis hin zu selbstverletzendem
Verhalten ist u.U. nicht weit.
Insgesamt kann meiner Erfahrung nach von einer deutlichen Verunsicherung
der emotionalen Wahrnehmung ausgegangen werden. Dies kann - wenn die Fülle an ängstigenden und irritierenden Erfahrungen zu groß geworden ist - bis
hin zu einer emotionalen Abschottung führen, in der das Gefühl für sich und
andere Menschen verloren geht. Ich meine, sagen zu können, dass alle Kinder
und Jugendlichen, die häusliche Gewalt (mit)erleben mussten, in irgend einer
Form mit den dargestellten Themen innerlich beschäftigt sind. Spätestens in
der bewussteren Auseinandersetzung mit der eigenen Geschlechtsidentität,
mit der Entwicklung einer Vorstellung, wie das eigene Leben als junger Mann
oder junge Frau gestaltet werden könnte, und den ersten Erfahrungen in Liebesbeziehungen wird das elterliche Modell der Paarbeziehung im Inneren des
Jugendlichen mehr oder weniger bewusst wieder aktiviert und erfordert eine
Auseinandersetzung, wenn es nicht zu bloßer Wiederholung in der nächsten
Generation kommen soll.
Bei manchen Kindern können die, häufig über Jahre miterlebten, Gewalterfahrungen von traumatisierender Qualität sein, was daran zu erkennen ist, dass
auch nach Beendigung der Gewalt und in mittlerweile sicheren Lebensumständen u.a. traumabezogene Ängste, Vermeidungsverhalten, Übererregtheit, Alpträume und Erlebnisfragmente teilweise unvermittelt, ausgelöst z.B.
durch bestimmte, an die Ursprungssituation erinnernde Reize, ausgelöst werden können. Sie rufen starke, der jetzigen Situation nicht angemessene Reaktionen hervor. Hier ist eine besonders gründliche Diagnostik erforderlich, da
bei jüngeren Kindern im vorsprachlichen Bereich, die nicht selten Übergriffe
auf die Mutter miterleben, weil sie z.B. sich auf Schoß oder Arm der Mutter
befinden, einerseits eine größere Trauma-Verwundbarkeit vorhanden ist, andererseits die Ausdrucksmöglichkeiten nur nichtsprachlicher Natur sein können. D.h. besonders bei jüngeren traumatisierten Kindern kann von einer Art
Trauma-Gedächtnis auf Körperebene ausgegangen werden sowie von hirnorganischen Veränderungen, die durch massive Stress- und Übererregungszustände in frühester Kindheit, in der Zeit, in der das Gehirn die höchste Plastizität besitzt (bis ca. 2 Jahre), gebahnt wurden.
Bedingungen für eine ambulante psychotherapeutische Einzelbehandlung
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psychotherapeutische Kinder- oder Jugendlichenbehandlung im Rahmen der
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Voraussetzungen notwendig:
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Es darf aktuell keine weitere Gewalt miterlebt werden.