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Unterstützung für Mädchen und Jungen bei häuslicher Gewalt
lebenspraktische erzieherische Fähigkeiten, Erziehungsziele und Erziehungsverhalten in die Beratungsarbeit mit den Müttern einzubeziehen.
Darüber hinaus etablierten wir die wöchentliche Mütterversammlung als
ein Gremium, in dem die Mütter ihre Erfahrungen austauschen, praktische
Hilfestellungen erhalten und sich solidarisch um die Entlastung einzelner
Mütter bemühen. Gleichzeitig haben sie hier die Möglichkeit, Konflikte anzusprechen und Lösungsstrategien gemeinsam mit den Mitarbeiterinnen zu
entwickeln. Diese Versammlungen werden unter den Kolleginnen beider Bereiche inhaltlich abgestimmt.
Regelmäßig durchgeführte Mutter-Kind-Aktionen unterstützen den pädagogischen Prozess, machen Störungen und Konflikte sichtbar und fördern spielerische und kreative Fähigkeiten sowohl der Mütter als auch der Kinder.
Außerdem war es wichtig, die unterschiedlichen Bedürfnisse von Frauen
und Kindern in den gemeinsamen Teamsitzungen und Fallsupervisionen
transparent zu machen sowie Lösungswege bereichsübergreifend zu erarbeiten. Grundlage dafür ist ein Teamkonsens, der bei Gefährdung des Kindeswohls immer die Parteilichkeit für das Kind vor die Parteilichkeit für die Frau
stellt. Im Bedarfsfall wird deshalb das Jugendamt eingeschaltet. Besondere
Maßnahmen sind immer dann zu treffen, wenn Frauen/Mütter in die Misshandlungsbeziehung zurückkehren.
Die Evaluation unseres „Kinder-Konzeptes“ ist für uns zu einem festen Bestandteil der Qualitätssicherung geworden. Seit einiger Zeit beschäftigen wir
uns mit der Frage, inwieweit die vorhandenen Angebote für die im Frauenhaus lebenden Kinder und Mütter bedürfnisadäquat sind, wie die Effektivität
der Angebote unter den gegebenen räumlichen und personellen Bedingungen
erhöht werden kann. Unter Einbeziehung internationaler Erfahrungen gestalteten wir die für die Arbeit mit den Kindern vorgesehenen Räumlichkeiten
um und veränderten unsere Arbeitsorganisation. Den Mädchen und Jungen
steht nun eine eigenständige, in sich abgeschlossene und großzügig gestalŽŽȱ ŠŽȱ £ž›ȱ Ž›ûž—ǯȱ œȱ ’‹ȱ ŽœŽȱ [—ž—œ£Ž’Ž—ǰȱ ’Žȱ Šžȱ ’Žȱ ›‹Ž’ȱ
des Frauenbereichs abgestimmt sind, sowie regelmäßige Gruppenangebote,
die sowohl die Altersspezifik als auch die hohe Fluktuation berücksichtigen.
Damit gelang es uns, die Arbeit zwischen Frauen- und Kinderbereich besser
zu koordinieren, die Planungssicherheit für die Mütter durch feste Kinderbetreuungszeiten zu erhöhen und die Angebote für die Kinder überschaubar
und annehmbar zu gestalten. Die räumliche Trennung entlastet sowohl die
Frauen und Kinder, die im Frauenhaus leben als auch die Mitarbeiterinnen.
Eine Herausforderung für die Zukunft stellt die stärkere Differenzierung
der Arbeit mit Mädchen und Jungen dar.
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erwerben, die für ihre eigene Lebensplanung fatal sein können.“ (Kavemann, 2002, Kinder
und häusliche Gewalt, „Berliner Forum Gewaltprävention“, 1/2002)