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Der Blick der Forschung
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weinen. Die Tür ist zu”, erklärt sie.24 Das Haus hat nur zwei verschlossene Fenster, niemand kann hineinsehen. Was sich nach innen verbirgt, die Gewalt,
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die Angst, die Ohnmacht, wird nach außen nicht sichtbar, das lachende Haus
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verweist auf die äußere Fassade der Familie. Nora symbolisiert damit den
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Doppelcharakter der gewalttätigen bürgerlichen Familienstruktur. Als Symbol für das Ich drückt das Haus auch die innere Gespaltenheit Noras aus:
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Innen weinte Nora, nach außen lachte sie. Die äußere Fassade fungiert auch
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als Schutz vor der Kränkung durch die Mitmenschen, denn „wenn man weint,
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sind alle Augen zu“, stellt Nora fest, und „wenn man verheiratet ist und traurig ist,
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schaut niemand und hilft niemand“ (Abb. 6)
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Abb. 6
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So erzählten die Frauen vom häufigen Wegsehen, von Schuldzuweisungen
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und Bagatellisierung der Gewalt durch die Umwelt, NachbarInnen, VermieterInnen oder ArbeitskollegInnen, aber auch durch Institutionen wie Polizei
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und Gericht. Noch immer werden Opfer beschämt und Täter geschützt.
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Das Frauenhaus zeichnet Nora als fröhliches Haus mit vielen Fenstern, in
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deren Eingang eine Frau steht und „hinaus!“ ruft. Nora konnte im Frauenhaus
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schützende Vertrauensbeziehungen und eine Enttabuisierung ihrer Gewalterfahrungen erleben. Das wichtigste für sie war, „dass jemand an meiner Seite
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war, … dass ich mich ausreden hab können und dass die [Betreuerinnen] es aus dem
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Herzen gemacht haben und die mich auch wirklich verstanden haben,“ meint Nora.
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Erst durch das Aufdecken und Beenden der Gewalt, durch die Herstellung
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eines sicheren Ortes und neuer Vertrauensbeziehungen können Kinder beginnen, ihre Gewalterfahrungen zu bearbeiten. Gewalt, die das Kind erlebt, sieht
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Abbildung der Zeichnung siehe Strasser 2001, S. 73.
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