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Ergebnisse neuerer deutscher Untersuchungen
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zusätzlich sehr oft die Trennung vom Vater zu verkraften. Darüber hinaus
zeigen die Daten, dass Alkohol in Cluster 3 eine größere Rolle spielt als in den
anderen beiden Gruppen. Dies gibt einen Hinweis auf die Gefährlichkeit der
in diesen Fällen oft völlig unkontrollierten Gewalt, gleichzeitig aber auch auf
eine Mehrfachbelastung der Kinder (vgl. Helfferich et al. 2004). Die Frauen
dieses Clusters hatten jedoch überwiegend Konsequenzen gezogen und den
Partner verlassen,d.h. ihre Kinder hatten sie letztendlich als handlungsfähig
und entschlossen erlebt (ebenda: 47).
Kinder mit ihren Müttern auf der Flucht vor häuslicher Gewalt
„Meine Tochter hat gesagt, sie geht, sie will nicht mehr Zuhause bleiben. Hat ihre Jacke genommen und gesagt, sie geht jetzt irgendwo und kommt nicht zurück nach Hause. Und dann
ich habe Angst gekriegt und habe gedacht: Wenn meine Kinder gehen weg, dann ich kann
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Dass Kinder mit ihren Müttern in großer Zahl in Frauenhäuser flüchten, ist
keine Neuigkeit. Trotzdem fehlt es vielerorts - ganz besonders in den stark
unterfinanzierten Einrichtungen der neuen Bundesländer an ausreichendem
pädagogischem Personal. Die Statistik der deutschen Frauenhäuser über ihre
Bewohnerinnen im Jahre 2001 (Frauenhauskoordinierung e.V. 2003) enthält
Angaben zu 5.670 Frauen, die in ein Frauenhaus flüchteten. Diese hatten insgesamt 8.547 Kinder, von denen 72% mit in das Frauenhaus kamen und dort
lebten. 80% dieser Mütter hatten ein bis zwei Kinder und 20% mehr als zwei.
Ein Viertel bis ein Drittel der Kinder war selbst unmittelbarer Gewalt ausgesetzt gewesen. Es handelte sich mehrheitlich um junge Kinder: Jedes dritte
Kind war jünger als drei Jahre, acht von zehn Kindern waren im betreuungsbedürftigen Alter.
Die Flucht wirft Kinder auf ihre Mutter zurück: Vor der Flucht in ein Frauenhaus wurden bereits 76% der Kinder nur von der Mutter betreut. Dieser
Anteil stieg nach der Flucht auf 84% an. Ca. ein Viertel der Mädchen und
Jungen musste den Wechsel von Schule oder Betreuungseinrichtung hinnehmen. Dabei ging mehr als doppelt so oft die Betreuung in einer Einrichtung
verloren als dass sie hinzukam (ebenda). Oft ist der Weg zur bisherigen Kita
durch den Umzug ins Frauenhaus zu weit geworden, die Kinder sind so verschreckt, dass sie zeitweilig kaum von der Mutter getrennt werden können
oder ihre Sicherheit kann nicht gewährleistet werden. Der Bewegungsradius
der Kinder wird durch die Flucht an einen sicheren Ort stark eingeschränkt.
Der Anteil der Kinder und Jugendlichen, die einer besonderen Hilfe bedürfen, wurde auf 70% bis 80% geschätzt. Mitarbeiterinnen beobachteten Entwicklungsverzögerungen, ein gestörtes Selbstbild, Aggressivität, Konzentrationsund Schlafprobleme, extreme Fixierung auf die Mutter und Schulprobleme.
Gleichzeitig werden eine Reduzierung der körperlichen Widerstandskräfte