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Hochuli Freund
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31.7.17 S. 103
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Kooperation und Multiperspektivität
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können. Wenn alle beteiligten Fachkräfte unterschiedlicher Professionszugehörigkeit ihren eigenen fachlichen Standpunkt vertreten, für ihn eintreten und
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kämpfen können, ist dies die beste Grundlage für einen fruchtbaren gemeinsamen aufgaben- und zielbezogenen Verständigungsprozess.
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Für die Soziale Arbeit hat die Perspektive der Klientinnen eine besondere Bedeutung. Sozialarbeiterinnen werden deshalb in einem anwaltschaftlichen
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Selbstverständnis (vgl. Brumlik 2004) stets auch die Sichtweise des Klienten in
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den Fachdiskurs der interprofessionellen Kooperation einbringen. Wenn sich
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alle Beteiligten gemeinsam an einem runden Tisch zusammensetzen und beraten, was zu tun ist, werden sie die Klientin dabei unterstützen, ihre Anliegen
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und Sichtweise zu formulieren und dafür Sorge zu tragen, dass ihre Stimme
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auch gehört wird. So werden die unterschiedlichen Perspektiven formuliert,
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nebeneinandergelegt, transparent für alle Beteiligten. Manchmal gelingt es in
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einem solchen Gespräch am runden Tisch, dass aus diesen unterschiedlichen
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Perspektiven etwas Neues entstehen kann. Denn: »Was siehst du, wenn du
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schaust?« (siehe 1.1.) – du siehst nur deine Welt. Wenn aber mehrere gemeinsam schauen, sehen sie eine vielgestaltigere, farbigere Welt, und es zeigen sich
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weitere Möglichkeiten, wie Unterstützung aussehen und wie eine Veränderung
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möglich werden kann.
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Literatur
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Austen, Jane (2008). Pride and Prejudice. Oxford: Oxford University Press (Erstausgabe
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1813).
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Boban, Ines/Hinz, Andreas (2000). Förderpläne – für integrative Erziehung überflüssig?
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Aber was dann?? In: Mutzeck, Wolfgang (Hrsg.). Förderplanung. Grundlagen –
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Methoden – Alternativen. Weinheim: Beltz. S. 131–144.
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Brumlik, Micha (2004). Advokatorische Ethik. Zur Legitimation pädagogischer Eingriffe.
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Berlin/Wien: Philo.
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Cassée, Kitty (2010). Kompetenzorientierung. Eine Methodik für die Kinder- und Jugendhilfe. Ein Praxisbuch mit Grundlagen, Instrumenten und Anwendungen. 2. Aufl. Bern:
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Haupt Verlag.
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Clark, Michael D. (1998). Strength-Based Practice: The ABC’s of Working with Adolescents Who Don’t Want to Work with You. In: Federal Probation 62 (1). S. 4–50.
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Conen, Marie-Louise/Cecchin, Gianfranco (2013). Wie kann ich Ihnen helfen, mich wieder loszuwerden? Therapie und Beratung mit unmotivierten Klienten und in Zwangskontexten. 4. Aufl. Heidelberg: Carl Auer.
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Darius, Sonja/Hellwig, Ingolf (2004). Zur Kooperation von Jugendhilfe und Jugendpsychiatrie. Befunde und Empfehlungen aus einem Forschungs- und Entwicklungsprojekt
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in Rheinland-Pfalz. In: Fegert, Jörg M./Schrapper, Christian (Hrsg.). Handbuch
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Jugendhilfe – Jugendpsychiatrie. Interdisziplinäre Kooperation. Weinheim: Juventa.
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S. 505–516.
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Fegert, Jörg M./Schrapper, Christian (2004). Vorwort. In: dies. (Hrsg.), Handbuch
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Jugendhilfe – Jugendpsychiatrie. Interdisziplinäre Kooperation. Weinheim: Juventa.
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S. 5–8.
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