2026-001/documents/arbeit/pages/346.md
KPG Mentor 0cec1b5740 feat: extract individual page markdown files from PDFs
Generated pages/ subfolders for all documents:
- arbeit: 386 pages
- praxis: 297 pages
- EPG: 11 pages

Page numbers are 0-based PDF indices matching the book viewer.
Extracted using pdftotext.
2026-03-05 11:13:56 +00:00

39 lines
2.0 KiB
Markdown
Raw Blame History

This file contains ambiguous Unicode characters

This file contains Unicode characters that might be confused with other characters. If you think that this is intentional, you can safely ignore this warning. Use the Escape button to reveal them.

Aufgabe
Evaluieren heißt, einen Gegenstand systematisch zu untersuchen und
daraus Folgerungen abzuleiten. Bei der fallbezogenen Evaluation geht es
um die Bewertung und Beurteilung des Unterstützungsprozesses; dazu
gehört auch die gemeinsame Auswertung mit Klienten(systemen).
Evaluation bedarf einer bewussten, künstlichen Pause in einem Prozess
und erlaubt Distanznahme zum Geschehen. Ziel ist das bisherige
Vorgehen zu bewerten, Bilanz zu ziehen und Folgerungen für die weitere
Arbeit abzuleiten. Durch Evaluationsgefäße wird die Möglichkeit
gemeinsamen Lernens institutionalisiert.
Methodisches Vorgehen
Der Prozess insgesamt wird ausgewertet, im Sinne einer Selbstevaluation
der Professionellen wobei hierzu auch das Einholen der Einschätzung
der Klienten und anderer Beteiligten gehört. Dabei gilt es fallbezogen
relevante Dimensionen und Kriterien für die Evaluation auszuwählen und
dafür geeignete methodische Hilfsmittel zu nutzen:
• Dimension Handlungsphase: Wirklichkeit, Wünschbarkeit, Wirksamkeit,
Wirtschaftlichkeit, Angemessenheit, Realitätsbezug der Interventionen;
Bewertung der Zielerreichung, kritische Beurteilung der vereinbarten
Zielsetzung (Grobziele)
• Dimension analytisch-diagnostische Phase: Verifizierung der Ergebnisse
von Analyse und Diagnose (Fallthematik, Arbeitshypothese), Tiefe des
Fallverstehens, Eignung des Vorgehens in der Analyse, ausreichende
Ressourcenorientierung
• Dimension Kooperation: Gestaltung der Zusammenarbeit mit den
Klienten(systemen), Gestaltung der Zusammenarbeit auf der
Fachebene (intra- und interprofessionell)
• Gesamtbeurteilung, Folgerungen: Folgerungen für die Weiterarbeit im
Fall, Folgerungen für die Organisation bzw. die Profession
Kooperation
Ebene Klient/Zielgruppe:
• Kriterienbezogenes Einholen der Einschätzungen von
Klienten(systemen), Wahl geeigneter methodischer Hilfsmittel,
ehrliche Rückmeldung ermöglichen, selbstkritische Rückschau
anregen.
Fachebene
• Kriterienbezogene Erfassung der Beurteilungen jener Professionellen,
die maßgeblich in einen Fall involviert sind .