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(individuumsspezifische, interaktionsbezogene, soziologische)? • Sind die theoriegeleiteten Fallüberlegungen nachvollziehbar hergeleitet? Wurden angemessene Theorieausschnitte gewählt sowie theoretische Modellvorstellungen ebenso wie Falldaten korrekt genutzt? Sind die Fallüberlegungen aussagekräftig und wird zugleich sprachlich klar, dass es sich um Deutungen handelt, um Interpretationen, wie etwas (gewesen) sein könnte? • Sind prägnante Erklärungen zur Fallthematik herausgearbeitet? Sind diese erklärenden Hypothesen schlüssig aus den Fallüberlegungen hergeleitet und auf die Fallthematik bezogen? • Enthält die handlungsleitende Arbeitshypothese die wichtigsten Erklärungsaspekte und eine schlüssig hergeleitete Veränderungsrichtung für die Klientenebene? Sind die für den Klienten hilfreichen Erklärungen in die handlungsleitende Arbeitshypothese aufgenommen? Ist eine nachvollziehbare Komplexitätsreduktion gelungen? Ist die Arbeitshypothese gut verständlich formuliert? • Wurde eine geeignete Form gefunden, um aus den diagnostischen Erkenntnissen Folgerungen für die Professionellen abzuleiten, welche eine Zielrichtung und/oder wichtigste Aufgaben für die professionelle Unterstützung enthalten? • Inwiefern ist es gelungen, die diagnostischen Erkenntnisse in angemessener Weise in den dialogischen Verständigungsprozess mit dem Klienten(system) einzubringen? Konnte damit ein Prozess des Selbstverstehens angeregt werden? • Hat dieser diagnostische Prozess zu einem echten Fallverstehen geführt und ein vertieftes Verständnis ermöglicht (z. B. welcher Sinn in ›widerständigen‹ Verhaltensweisen verborgen ist, welche Dynamiken bisher hinderlich waren, welche Aspekte in der weiteren Begleitung berücksichtigt werden sollen, damit eine Veränderungen von Situation und/oder Verhaltensweisen angeregt werden kann)? Da die rekonstruktiven Methoden unterschiedlich sind, können hier nur allgemeine Evaluationsfragen formuliert werden: • War die Zuständigkeit zwischen Wissenschaftlerinnen und Professionellen klar geregelt und die Form des Austausches geklärt? • War die Datengrundlage (objektive Daten, Texte) geeignet und die Datenerhebung (narrative Interviews) in sinnvoller Weise organisiert? • (Falls Professionelle hier beteiligt sind): Ist die Datenauswertung und interpretation entsprechend den methodischen Vorgaben erfolgt? • Konnten die Erkenntnisse aus der Fallrekonstruktion in den Diskurs mit den zuständigen Professionellen eingebracht und eine gemeinsame Sprache gefunden werden? Sind sie kompatibel mit den bisherigen Erfahrungen der Professionellen in der Begleitung der Klientin? Konnten die offenen Fragen der Professionellen aufgenommen werden? • Wie konnten die Erkenntnisse genutzt werden für Interventionsempfehlungen bzw. für Überlegungen zur Intervention? • Wie ist es gelungen, Erkenntnisse aus der Fallrekonstruktion in den Dialog mit der Klientin einzubringen und fruchtbar zu machen?