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Abb. 17: Beispiel einer Silhouette
Ein ähnliches Instrument ist die Drei-Häuser-Methode, wie sie der
Australier Tunell (2011) im Signs-of-Safety-Ansatz für die
Kinderschutzarbeit vorschlägt. Um mit den Kindern ins Gespräch zu
kommen und ihre Sichtweise zu erfassen, werden drei Häuser auf ein Papier
gezeichnet: das Haus der Sorgen, das Haus der Guten Dinge und das
Haus der Wünsche (vgl. Roessler/Gaiswinkler 2012:241 f., Turnell
2011:19 ff.). Das Kind notiert in das jeweilige Haus, was ihm dazu in den
Sinn kommt, was ihm hier wichtig ist. Anstelle von Häusern können je
nach kulturellem Kontext und Vorlieben des Kindes auch Tipis, Autos etc.
genutzt werden. Dieser kreative Spielraum besteht auch bei der Arbeit mit
der Silhouette, wo für die vier Themenbereiche beispielsweise auch vier
unterschiedliche Tiere gezeichnet werden können.
Es handelt sich bei der Visualisierung von Selbsteinschätzungen um eine
nicht standardisierte Analysemethode, die es erlaubt, die Selbstsicht von
Klienten zu erfassen, sichtbar zu machen und in einer passenden Weise
festzuhalten. Die Arbeit mit solchen kreativen Instrumenten unterstützt
darüber hinaus die Selbstreflexion der Klienten und sie stärkt das Vertrauen
in die Arbeitsbeziehung mit der professionellen Fachkraft. Denn diese
interessiert sich für die Sicht des Klienten auf sich selbst und das, was für
ihn wichtig und vielleicht auch schwierig ist in seinem Leben.