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Fallbeteiligten, oder auch für Fälle, in denen ein ganzes Team nicht mehr
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weiterkommt, weil Unverständnis für die Verhaltensweisen einzelner
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Fallbeteiligter vorherrscht. Dann bietet es sich an, den Fall in eine
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Intervisionsgruppe von Fachkollegen einzubringen und gemeinsam eine
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Fallinszenierung vorzunehmen. Auf diese Weise – als strukturierte Form der
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Fallreflexion in einer Form kollegialer Beratung – ist die Methode von
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Schattenhofer/Thiesmeier (2001) und Ader/Thiesmeier (2002)
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beschrieben worden. Aufgrund unserer Erfahrung eignet sie sich ebenso für
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Fallarbeit in einem Team und ist als Methode für eine ›Fallbesprechung
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Analyse‹ beschrieben (vgl. Hochuli Freund 2017b:201).
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Der Ablauf einer Fallinszenierung gliedert sich in drei Phasen. In der
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Phase der Fallvorstellung schildert die Falleinbringerin zunächst den Fall
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und nennt das Problem, mit dem sie aktuell beschäftigt ist und für deren
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Bearbeitung sie Unterstützung braucht. Nach Möglichkeit soll sie den Fall
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schriftlich und mit einem Genogramm vorstellen (vgl. Ader/Thiesmeier
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2002:78), oder aber sie macht eine mündliche Falldarstellung mit den
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wichtigsten Daten zu Person, Vorgeschichte und aktueller Situation
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(Situationserfassung), wobei die wichtigsten Daten visualisiert werden
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(z. B. auf einem Flipchart). Die Kollegen können inhaltliche Rückfragen
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stellen, die der Information dienen, die jedoch keine Bewertungen oder
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Interpretationen beinhalten sollen. Die Autorinnen schlagen vor, die Zeit für
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die Fallvorstellung im Voraus zu begrenzen auf 10 bis 15 Minuten (vgl.
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ebd.). Bei einer Fallinszenierung in einem Team, das gemeinsam mit dem
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Fall befasst ist, bietet es sich an, dass ein Teammitglied zunächst die
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wichtigsten Falldaten kurz zusammenfasst (vgl. Hochuli Freund
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2017b:200).
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In der zweiten Phase – der Inszenierung – werden zunächst die
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wichtigsten Fall-Beteiligten bestimmt (und allenfalls weniger relevante
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Beteiligte weggelassen) und die entsprechenden Rollen verteilt. Die
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Falleinbringerin in der Intervisionsrunde übernimmt selbst keine Rolle. In
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der Inszenierung versetzt sich jeder Rollenträger in die Situation der
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Person, die er spielt, und versucht zu erspüren und zu formulieren, was
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deren Erfahrungen mit der Klientin sind, wo es Schwierigkeiten gibt und
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wie diese beurteilt werden, und welche Gefühle mit der Situation
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verbunden sind. Die einzelnen Rollenträger äußern sich nacheinander
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(reihum) ohne miteinander zu diskutieren. In einer zweiten Runde werden
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die Gefühle und Assoziationen geäußert, welche jede Person in ihrer Rolle
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wahrgenommen hat während der ersten Runde, als die anderen
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Rollenträger sprachen (was war erleichternd, was verletzend etc.). Die
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Inszenierung selbst dauert nach unserer Erfahrung ca. 15 Minuten. Es lohnt
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sich, die Äußerungen aus dieser Arbeitsphase fortlaufend stichwortartig zu
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dokumentieren. Der Sinn dieser Identifikationsrunde besteht darin, die in
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einem Fall vorhandenen »Beziehungsmuster, Ängste, Hoffnungen,
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Erwartungen und Befürchtungen, die bei den handelnden Personen als
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widersprüchlich und entgegengesetzt vorhanden sind, zu
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entfalten« (Schattenhofer/Thiesmeier 2001:62). Die Analysemethode
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ermöglicht u. E. einen Zugang insbesondere zu den Emotionen, die in einem
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Fall vorhanden sind. Ader/Thiesmeier betonen, dass damit mögliche
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Verwicklungen des Helfersystems in einem Fall aufgespürt werden können
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(vgl. 2002:81). Hochuli Freund (2017:200) erwähnt als Spezialvariante, in
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einer Fallbesprechung ausschließlich die Perspektive der Klientin zu
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