2026-001/documents/arbeit/pages/194.md
KPG Mentor 0cec1b5740 feat: extract individual page markdown files from PDFs
Generated pages/ subfolders for all documents:
- arbeit: 386 pages
- praxis: 297 pages
- EPG: 11 pages

Page numbers are 0-based PDF indices matching the book viewer.
Extracted using pdftotext.
2026-03-05 11:13:56 +00:00

44 lines
2.3 KiB
Markdown
Raw Blame History

This file contains ambiguous Unicode characters

This file contains Unicode characters that might be confused with other characters. If you think that this is intentional, you can safely ignore this warning. Use the Escape button to reveal them.

• die ein fröhlichen Wesen und viele Ressourcen hat, ihre Familie und
ihren Freund mag
• bei der es Befürchtungen von Eltern und Fachkräften gibt in
Zusammenhang mit Selbständigkeit, Leichtgläubigkeit und
Beeinflussbarkeit.
Diese Themen sollen vom sozialpädagogischen Team in der nächsten Zeit
weiter untersucht und dann genauer verstanden werden.
Im Konzept Multiperspektivischen Fallarbeit nach Müller (2017) geht es in
diesem Prozessschritt den Müller selbst als soziale Diagnose bezeichnet,
der in diesem Lehrbuch jedoch als Analyse eingeordnet wird darum, die
Perspektiven verschiedener Beteiligter zu erfassen (»mehrperspektivische
Sichtweise«, ebd.:104). Die Arbeitsregeln hierzu fasst er folgendermaßen
zusammen:
• Was ist für wen ein Problem?
• Was ist mein Problem (in diesem Fall)?
• Wer hat welches Anliegen?
• Wer hat welche Ressourcen?
• Wer erteilt welches Mandat?
• Was ist am vordringlichsten?
• Wer ist in der Pflicht?
• Was kann ich tun? (Vgl. ebd.:147)
All diese Fragen dienen dazu herauszuarbeiten, worum es geht in einem
Fall, die letzten davon verweisen allerdings bereits auf die Handlungsebene.
Für eine Perspektivenanalyse sind u. E. insbesondere die ersten vier Fragen
von Müller geeignet.
Diese offenen Fragen zur Sicht relevanter Beteiligter auf die Fallsituation
sind vor allem in Anfangs- und in unübersichtlichen Situationen hilfreich. Ist
ein vorläufiges Thema benannt bzw. steht ein bestimmtes Problem im
Vordergrund, können die Fragen folgendermaßen spezifiziert werden:
• Was ist die Sicht der einzelnen Beteiligten auf das Thema? Was genau ist
für die einzelnen Beteiligten problematisch?
• Was ist das Anliegen der einzelnen Beteiligten in Bezug auf das Thema?
• Was sind die Ressourcen der einzelnen Beteiligten in Hinblick auf das
Thema?
In beiden Situationen den unübersichtlich-offenen wie auch den
problematischen sind verschiedene methodische Vorgehensweisen
möglich:
• Mündlich: Die Fragen werden in Einzelgesprächen mit den verschiedenen
Beteiligten gestellt und die Antworten notiert. Wie bei der MAP-Methode
(siehe oben) können die Fragen aber auch dazu dienen, ein
Standortgespräch zu strukturieren.
• Rekonstruktiv: Bei einer rekonstruktiven Vorgehensweise werden
Aussagen von Beteiligten notiert aufgrund von Erinnerungen an