Generated pages/ subfolders for all documents: - arbeit: 386 pages - praxis: 297 pages - EPG: 11 pages Page numbers are 0-based PDF indices matching the book viewer. Extracted using pdftotext.
50 lines
2.7 KiB
Markdown
50 lines
2.7 KiB
Markdown
Ausrichtung auf die Ressourcen unter dem Stichwort
|
||
›Ressourcenorientierung‹. Ein letzter Reflexionsteil fokussiert die
|
||
kontinuierliche Reflexion des eigenen Handelns.
|
||
• Praxisfelder
|
||
Die Reflexion unter dem Stichwort ›Praxisfelder‹ bezieht sich auf die
|
||
Frage, inwieweit die vorgestellten Methoden die Charakteristika der
|
||
unterschiedlichen Praxisfelder und die Bedürfnisse, Lebenslagen und
|
||
Anliegen der entsprechenden Klientinnen und Adressatengruppen
|
||
berücksichtigen. Zu fragen ist, für welche Praxisfelder eine Methode
|
||
geeignet ist.
|
||
• Aufwand
|
||
Die Reflexion unter dem Stichwort Aufwand bezieht sich auf die Fragen
|
||
nach adäquatem Einsatz von Ressourcen. Es soll beurteilt werden,
|
||
welcher Aufwand eine Methode erfordert, und wie dieses im Verhältnis
|
||
zum Nutzen steht (Effizienz).
|
||
|
||
7.5
|
||
|
||
Zusammenfassung der Erkenntnisse
|
||
|
||
Die Erkenntnisse aus Teil I dieses Buches sind in einen
|
||
Anforderungskatalog für professionelles Handeln in der Sozialen Arbeit
|
||
zusammengeführt worden ( Abb. 4). Es bildet die Basis für das in
|
||
diesem Lehrbuch skizzierte Konzept. Kooperative Prozessgestaltung –
|
||
abgekürzt KPG – ist ein generalistisches, professionstheoretisch
|
||
fundiertes, methodenintegratives, auf Kooperation ausgerichtetes
|
||
Konzept zur Gestaltung des professionellen Handelns in der Sozialen
|
||
Arbeit.
|
||
Der Kern des Konzepts ist ein Prozessmodell. Allgemein stellen
|
||
Prozessmodelle in der Sozialen Arbeit eine Antwort auf das
|
||
Strukturmerkmal der ausgesprochen begrenzten Standardisierbarkeit
|
||
des professionellen Handelns dar. Das Prozessmodell von KPG sieht zwei
|
||
Phasen mit sieben Prozessschritten vor sowie zwei Kooperationsebenen
|
||
(Klienten- wie Fachebene). Die vier Schritte Situationserfassung, Analyse,
|
||
Diagnose und Evaluation sind der analytisch-diagnostischen Phase, die
|
||
drei Schritte Zielsetzung, Interventionsplanung und -durchführung der
|
||
Handlungsphase zuzuordnen. Das Konzept geht vom Grundverständnis
|
||
aus, dass zunächst eine Situation genau zu erfassen, anstehende Themen
|
||
und Probleme zu verstehen und zu erklären sind und erst dann
|
||
gemeinsam mit den Beteiligten eine Zielsetzung erarbeitet,
|
||
Interventionen geplant, durchgeführt und evaluiert werden. Das
|
||
idealtypische Modell ist methodenintegrativ, zirkulär angelegt und sieht
|
||
vor, dass jeder Prozessschritt in Kooperation mit Klienten und andern
|
||
Professionellen zu gestalten ist. Es ist praxisfeldübergreifend einsetzbar
|
||
und organisations- und fallbezogen flexibel zu nutzen.
|
||
Das Prozessmodell bietet eine Struktur für das Denken und Handeln
|
||
der Professionellen. Es kann als Hintergrundfolie genutzt werden, vor der
|
||
das professionelle Handeln fallbezogen und situativ entwickelt wird, als
|
||
Orientierungsrahmen, an dem sich die eigene Tätigkeit ausrichten kann.
|