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Hochuli Freund
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31.7.17 S. 261
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Bedürfnisse aufnehmen
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Bewohnerinnen und Bewohner machen möchte. Das Ziel der Umfrage ist,
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ein neues Nachmittagsangebot zu entwickeln. Ich würde gerne wissen, welches ihre Interessen, Wünsche und Bedürfnisse in Bezug auf das Nachmittagsangebot sind. Zudem erläutere ich, dass ich mir Notizen zu dem Gespräch mache. Als Einstiegsfrage wähle ich: »Erzählen Sie mir doch bitte,
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was Sie früher in Ihrer Kindheit und Jugend in der Freizeit gerne gemacht
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haben …«. Die befragten Personen haben dann von früher erzählt, wobei
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die Kindheit und Jugend oft vom zweiten Weltkrieg geprägt war. Häufig erzählten sie, dass sie nach der Schule jeweils im Haushalt mithalfen oder auf
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dem Feld waren und somit Freizeit nicht wirklich kannten. Bei solchen Antworten habe ich nachgefragt, ob es in diesem Rahmen Tätigkeiten gab, welche sie mochten. Konnte keine Verbindung gemacht werden, wurde der Fokus auf das Erwachsenenalter vor dem Heimeintritt gelegt. Auch bei diesen
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Erzählungen stellte ich ad hoc Fragen, um mehr Informationen zu erhalten.
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Zum Schluss habe ich mich auf die Ist-Situation bezogen. Ich habe gefragt,
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ob es eine Aktivität gibt, die sie vermissen. Je nach Person kamen hier viele
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Ideen und Anregungen zusammen.
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Reflexion
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Ein Stolperstein hätte sein können, dass einige Personen nicht dazu bereit gewesen wären, mit mir ein Gespräch zu führen. In diesem Projekt bin ich auf die
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Kooperation der Personen angewiesen, um mein Ziel zu erreichen. Beim Anbieten eines Gesprächs können die Personen ganz unterschiedlich und unvorhersehbar reagieren. Ich hätte mit einer Ablehnung der Gespräche konfrontiert
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werden können. In der Organisation wird die Haltung vertreten, dass alles auf
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freiwilliger Basis geschieht, und mit dieser Haltung bin ich in die Gespräche gegangen. Glücklicherweise haben alle auf mein Nachfragen zugestimmt.
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Eine Schwierigkeit war, dass sich die Bewohnerinnen und Bewohner gewisse
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Tätigkeiten, die sie früher gerne ausübten, nicht mehr zutrauen. Ich habe einige
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Male gehört: »Aber das kann ich gar nicht mehr, weil ich nichts mehr sehe.«
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Auch wenn ich darauf eingegangen bin und erklärte, dass es diverse Hilfsmittel
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oder Strukturierungsmöglichkeiten gibt, um der Sehbeeinträchtigung entgegenzuwirken, äusserten die Bewohnerinnen und Bewohner Bedenken. Dies musste
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ich so akzeptieren, auch wenn es teilweise schwierig war.
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Bei einigen Bewohnerinnen dachte ich, dass sie bestimmt viele Ideen liefern
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würden. Mit dieser Vorstellung und Motivation ging ich ins Gespräch. Jedoch
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stellte sich heraus, dass die Bewohnerinnen, u. a. wegen demenzieller Veränderungen, wenige Erinnerungen an früher hatten oder bestimmte prägende Ereignisse präsent hatten. In diesen Gesprächen musste ich meine Haltung, v. a. das
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Gegenüber erzählen zu lassen, ändern. Das war eine Herausforderung. Ich
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musste die Gespräche mit mehr Fragen und spontan strukturieren. Von diesem
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Szenario bin ich im Vorfeld nicht ausgegangen und hatte deshalb auch keine
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Vorüberlegungen gemacht. Schlussendlich wurden dennoch einige Stichworte
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zusammengetragen.
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