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Hochuli Freund
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31.7.17 S. 136
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Teil 2 Arbeitsfeldspezifische Konkretisierungen und Arbeitsmaterialien
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• Klassifikationssysteme: Bei diesen standardisierten ›Mess‹-Instrumenten werden Einschätzungen zu bestimmten Themenbereichen vorgenommen, entweder quantitativ, indem diese in einer Skala (mit Zahlen/Items) codiert werden, oder aber qualitativ in Form von Aussagen. Viele Instrumente sind
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Mischformen (z. B. die Inklusionschart von Pantuček 2012). Die AssessmentInstrumente aus der Rehabilitationspsychologie und – medizin – wie z. B.
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AVEM (vgl. Schaarschmidt 2006), DIAMO (vgl. Fiedler et.al. 2005)7 – sind
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alle dieser Kategorie zuzuordnen.
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• Systemische Analysemethoden: komplexere, theoriegestützte Methoden, mit
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denen verschiedene Systeme und ihre Dynamik erfasst und beurteilt werden
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können. Beispiele: Problem- und Ressourcen-/Machtquellen-Analyse nach
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Staub-Bernasconi (z. B. 1998) oder Geiser (2013), Lebensbereich- und Mikrosystemanalyse basierend auf Bronfenbrenner (1981), Systemmodellierung
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nach dem Konzept Integration und Lebensführung (Sommerfeld et al. 2011).
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Allgemeine Aussagen, welche dieser Analysemethoden sich für das EM allgemein bzw. für ein bestimmtes Arbeitsfeld eignen, sind kaum möglich. Die nachfogend aufgelisteten Fragen sollen es jedoch erleichtern, eine Auswahl zu treffen
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(bzw. ein vorhandenes Instrument zu beurteilen und allenfalls zu ergänzen).
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Zu welchen Themenbereichen sind Einschätzungen einzuholen?
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Auf Basis der Siuationserfassung gilt es zu entscheiden, ob es um eine umfassende Abklärung geht und Themen- und Lebensbereiche auch ausserhalb von
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Erwerbsarbeit beurteilt werden sollen. 8
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Wenn sich die Analyse auf die Arbeitssituation fokussiert, lassen sich geeignete Kategorien u. a. aus Studien zur Arbeitszufriedenheit ableiten.9 Darüberhinaus ist wiederum die Unterscheidung zwischen Person und Situation
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hilfreich.
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• Person: Arbeitsverhalten, Arbeitsleistung, Leistungsvermögen, Kompetenzen,
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arbeitsbezogene personale Ressourcen und Stressoren;
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• Person: Gesundheit, Selbstsorge-Verhalten; gesundheitliche Einschränkungen, Suchtverhalten;
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• Person: Bedürfnisse, Interessen; Selbstwert-/Kohärenzgefühl; Bewältigungsverhalten;
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7 AVEM (Arbeitsbezogene Verhaltens- und Erlebensmuster) ist ein psychologisches Instrument, das mit Hilfe von elf Dimensionen nicht nur gesundheitliche Risiken, sondern auch individuelle und soziale Ressourcen erfasst. Clusteranalytisch wurden vier
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Verhaltens- und Erlebensmuster identifiziert, zwei davon werden als Risikomuster eingestuft.
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8 Im umfassenden Leitbogen der ProZIEL-Basis-Diagnostik von Heiner (2004) beispielsweise werden sieben Lebensbereiche unterschieden und mit insgesamt 32 Items
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erfasst.
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9 Z. B. Mertel 2006, Jacquemin 2010 – die beide auch einen Überblick über den aktuellen Forschungsstand enthalten.
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