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werden sollen. Sinnvoll ist es u. E., einen Fall kurz zu screenen hinsichtlich
aller Kriterien und dabei zu entscheiden, welche Evaluationskriterien in
diesem spezifischen Fall besonders relevant sind und für die gemeinsame
Auswertung mit dem Klientinnensystem und/oder dem Team genutzt
werden.
Evaluationsdimension Handlungsphase
Diese Dimension kann anhand verschiedenster Kriterien erfasst und durch
eine ganze Reihe unterschiedlicher Fragen aufgeschlüsselt werden.
Zunächst richtet sich der Blick auf die Prozessschritte
Interventionsdurchführung und Interventionsplanung:
• Wirklichkeit: Welche Interventionen wurden realisiert? Was lief so wie
geplant und was anders? Was wurde evtl. nicht gemacht, und warum
nicht? Wo passierte Unvorhergesehenes? Wo entstanden
Schwierigkeiten?
• Wirksamkeit (Effektivität): Welche Veränderungen sind erkennbar? Waren
die Mittel geeignet, um das Ziel zu erreichen? Gab es relevante
Nebeneffekte? Welche Aussagen können gemacht werden, ob und wie sich
das konkrete Vorgehen ausgewirkt hat? Wo waren Interventionen
hilfreich oder blockierend?
• Wünschbarkeit, Verträglichkeit: Wie sind die Veränderungen zu
beurteilen? Entsprechen sie gesellschaftlichen und fachlichen Standards
(z. B. Normorientierung, Steigerung der Autonomie) oder persönlichen
Wünschen (von wem der Klientin selbst, ihren Eltern, der
Sozialarbeiterin?) Wie wirkt sich die Veränderung auf den Gesamtkontext
aus?
• Wirtschaftlichkeit (Effizienz): Mit welchem Aufwand wurde das Ergebnis
erreicht? In welchem Verhältnis standen Aufwand und Ertrag? Hat sich
der Aufwand (an Zeit, Geld, Nerven etc.) gelohnt? Wurden evtl. zu viele
Ressourcen gebunden?
• Angemessenheit: Wurden die Probleme in angemessener Weise
angegangen? Ist das Prinzip der Ressourcenorientierung beachtet
worden? Insbesondere bei Eingriffshandeln: Lässt sich der Einsatz der
Mittel rückblickend ethisch vertreten? Wurden die grundlegenden
Zielsetzungen der Sozialen Arbeit bei der Intervention (und in der ganzen
Fallbearbeitung) angemessen berücksichtigt? Wie lautet die Legitimation
gegenüber dem Auftraggeber?
• Realitätsbezug, Kontext: Was hat sonst noch zum Ergebnis beigetragen
(Klientin, weitere Beteiligte, veränderte Situation aufgrund anderer
Faktoren)? Wer hat welchen Beitrag zum Geschehen geleistet? Wo haben
die Professionellen durch die Intervention verhindert, dass andere etwas
tun konnten?
Die nächsten beiden Kriterien beziehen sich auf den Prozessschritt
Zielsetzung:
• Bewertung der Zielerreichung: Wurden die vereinbarten Feinziele auf der
Ebene der Bildungsziele erreicht? Wurde an den
Unterstützungs(fein)zielen gearbeitet? Konnte eine Annäherung an die