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Die Folgen für die Kinder als Thema in der Täterarbeit
gegenüber Kindern und die Auswirkungen von Gewalt und eskalierender
Umgangskonflikte auf Kinder.
Ein Blick nach Großbritannien zeigt, dass in Europa bereits Konzepte von
Täterarbeit zur Anwendung kommen, die dem Aspekt von Kindern in Fällen
häuslicher Gewalt Rechnung tragen. So hat zum Beispiel das Londoner Täterprogramm Domestic Violence Intervention Project (DVIP) einen curricularen
Baustein entwickelt und in seine Täterarbeit eingebaut, der sich explizit der elterlichen Verantwortung widmet (vgl. Iwi/Todd 2000). Im Baustein „Parenting
and the Effect of Domestic Violence on Children“ werden die Teilnehmer in
verschiedene Gruppen eingeteilt, die sich am Alter ihrer Kinder orientieren
und mit 0 - 4 Jahre, 5 - 12 Jahre und älter als zwölf Jahre angegeben wird.
Ziel der ersten von fünf Übungen („How domestic violence affects children“) ist, dass Männer erkennen, wie Kinder durch häusliche Gewalttaten in
Mitleidenschaft gezogen werden, auch wenn sie nicht direkt Zeugen der Gewalt waren. In der zweiten Übung „The effects of violence on children“ soll
das Verständnis sowie die Empathie der Männer für die Auswirkungen ihrer
Gewalt auf ihre Kinder gefördert werden. In einer weiteren Übung „Looking
at mens families of origin“ soll den Teilnehmern ihr Erziehungsstil gegenüber ihren Kindern bewusst werden, und wo sie diesen erlernt haben. Hier
erfolgt eine biografische Rückbesinnung auf die eigene Herkunftsfamilie und
die selbst erfahrene Erziehung. In der folgenden Übung „Accountability to
children & talking to them about violence“ wird explizit an der väterlichen
Verantwortung der Männer gearbeitet, mit ihren Kindern die Auswirkungen
ihrer Gewalttaten zu kommunizieren. Drei Schwerpunkte sind hier skizziert:
ȡ Die Gewalt des Mannes: Spricht der Mann darüber, erklärt er sie, entschuldigt er sich für sie?
ȡ Die Auswirkungen der Gewalt auf die Kinder: Werden die Kinder nach
möglichen Auswirkungen gefragt? Stellt der Mann Vermutungen über
Auswirkungen an? Werden die Kinder aufgefordert oder wird ihnen erlaubt, mit anderen über das Erlebte zu sprechen?
ȡ Ärger und Gewalt von Seiten der Kinder. Wie gehen die Männer damit
um? Was sagen sie dazu?
Bei all diesen Aspekten geht es immer um die Frage, wie miteinander kommuniziert und mit wem was besprochen wird.
In einer letzten Übung werden im Kurs grundsätzliche Schwierigkeiten
elterlicher Erziehungsmethoden diskutiert. Ziel ist hierbei, die in der Gruppe
vorhandene väterliche Erziehungskompetenz zu bündeln und für die einzelnen Teilnehmer nutzbar zu machen. Darüber hinaus soll das Verständnis der
Männer für das Verhalten ihrer Kinder sowie ihr Wissen über angemessene
Erziehungsstile verbessert und eine realistische Einschätzung von Veränderungsmöglichkeiten hinsichtlich ihres Umgangs mit den Kindern bewirkt
werden. Angestrebt ist in den Übungen dabei auch immer, den Männern
möglichst konkretes Handwerkszeug in die Hände zu geben. Dies kann z.B.
bedeuten, aus einer Sitzung mit einem konkret erarbeiteten Frage- oder Ant-