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Beratung von Müttern im Kontext einer mädchenspezifischen Krisenintervention
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eingehend betrachtet und ausgewertet werden. Mit den Familien können Bedingungen erarbeitet werden, die einen Rückzug in die Familie möglich machen, ohne dass der Aspekt eines Machtkampfs, der gewonnen oder verloren
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wird, das vorherrschende Gefühl bleibt. Wenn eine Rückkehr in die Familie
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aus Kinderschutzgründen nicht vertretbar erscheint, wird versucht, den Eltern jenseits von Schuldzuweisungen ein Annehmen dieser Situation zu ermöglichen.
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Unserer Erfahrung nach können diese Gespräche nur erfolgreich sein,
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wenn das Mädchen sich in seiner ganzen Individualität gesehen fühlt. Dafür
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stehen in Bezug auf Gewaltdynamiken sehr erfahrene Mitarbeiterinnen mit
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unterschiedlichem kulturellen Hintergrund als Betreuungsteam bereit, die in
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der Lage sind, die mädchenspezifische Bedürfnislage, gerade auf der Basis
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eines intensiven Verständnisses des jeweiligen Migrationsprozesses, zu sehen
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und vertrauensbildende Unterstützung anzubieten.
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Die psychologische Arbeit umfasst Gespräche mit den Mädchen allein,
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eine psychologische Gruppe mit allen anwesenden Mädchen ein Mal in der
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Woche und die Arbeit mit dem familiären Umfeld. Zunächst werden Gespräche mit den Eltern ohne Anwesenheit der Tochter geführt, damit ein Vertrauensverhältnis frei von gegenseitigen Schuldzuweisungen entstehen kann.
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Besteht der Verdacht, dass die Mutter aktuell häuslicher Gewalt ausgesetzt
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ist, werden den Eltern getrennte Gesprächstermine angeboten. Auf die Umstände speziell dieser Gespräche werde ich unten noch genauer eingehen. Im
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Beisein der Bezugsbetreuerin wird dann zunächst versucht, eine gemeinsame
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Geschichtsschreibung zu erarbeiten, d.h. Eltern und Tochter stellen aus ihrer
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Sicht den Prozess dar, wie es zu der Krise kam. Oft ist es unmöglich eine übereinstimmende Sicht zu entwickeln. Aber allein das Wissen um das Erleben
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der Anderen und der Versuch, dieses Erleben stehen lassen und gleichzeitig
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die eigenen Kränkungen benennen zu dürfen, bieten die Grundlage für den
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zweiten Termin. Erst dann kann es darum gehen, die Frage der gemeinsamen
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Perspektive zu klären. In engem Kontakt mit dem Jugendamt werden dann
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die Möglichkeiten der familienunterstützenden Hilfen, bzw. der Fremdunterbringung geklärt.
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Dabei ist es in der Arbeit mit Familien mit Migrationshintergrund extrem
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wichtig, darauf zu achten, dass jedes Familienmitglied sich gut verstanden
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fühlt und seine Gefühle vor dem Hintergrund des jeweiligen Migrationsprozesses ausdrücken kann. Es sollte auf keinen Fall ein anderes Familienmitglied für die Sprachvermittlung zuständig sein. Aus diesen Gründen arbeitet
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die Psychologin eng mit Kolleginnen der eigenen oder einer anderen spezialisierten Einrichtung zusammen, die den jeweiligen kulturellen Hintergrund
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haben. Ganz eindeutig steht dabei nicht die Sprachmittlung im Vordergrund,
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sondern das Verständnis und die Wertschätzung für die ganz spezielle Lebenssituation der Familie. Nur auf dieser Grundlage kann unserer Erfahrung
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nach eine Lösung erarbeitet werden, die Bestand hat.
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