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Unterstützung für Mädchen und Jungen bei häuslicher Gewalt
Spielideen waren: Hunde-Show im Fernsehen, Zirkusaufführung, Besuch außerirdischer Wesen oder auch mal ganz einfach „Familie“).
Was für uns sehr wichtig war, dass wir uns als Leiterin und Leiter der
Gruppe genügend Zeit und Raum genommen haben, im Anschluss an die
Gruppensitzungen das Gespielte nachzubesprechen. Was haben die Kinder
entwickelt? Wie haben sie gespielt? Was drücken sie damit aus? Wie ging es
ihnen in den Rollen? Was zeigen uns die Kinder mit dem Gespielten? Wo
wollen wir sie bestärken, was wollen wir nochmals aufgreifen? Was lief auf
der gruppendynamischen Ebene ab und wie hat sich das einzelne Kind verhalten? Gab es eine Entwicklung und wie sah diese aus? Z.B. unterstützten
wir Lisa, ein zu Anfang eher ruhiges Mädchen dahingehend, dass sie sich
immer häufiger traute, sich in der Gruppe zu behaupten. Die Reflexionen auf
der gruppendynamischen Ebene waren wichtig, um die Symbolebene zu verstehen und sie in Zusammenhang mit dem real Erlebten in ihren Familien zu
bringen. Die Reflexion des Verhaltens der einzelnen Kinder war wichtig, um
Defizite bei den Kindern zu sehen und Entwicklungsmöglichkeiten anzuregen. Und diese auch mit den Müttern zu besprechen.
Sobald das Kind für das Spiel eine Rolle gewählt hatte, war es wichtig,
die Rolle mit dem Kind differenziert abzusprechen, wie das Tier/die Person
aussehen soll, was es kann, wie es sich verhält.
Fernsehen und Computerspiele führen vermehrt dazu, dass Kinder die
Begrenzung, die mit jeder Rolle verbunden ist, nicht mehr wahrhaben wollen.
Egal, in welcher Rolle sie dann sind, sie können dann alles. Daher schien es
uns notwendig, Kinder auf die Realität und die Grenzen der Rolle hinzuweisen. Z.B., dass ein Hamster ein schönes Fell hat und ganz schön schnell sein
kann, aber es im Kampf nicht mit einem Bär aufnehmen kann. Lässt man zu,
dass sie in der gewählten Rolle alles dürfen oder können, dann nimmt man
ihnen die Erfahrung, dass jede Rolle Möglichkeiten, aber auch Begrenzungen
hat. Unterschiede werden dann verwischt und es wird unwichtig, welche Rolle gewählt wird.
Therapeutische Ziele von besonderer Bedeutung
Aus der Arbeit mit dieser Kindergruppe wollen wir im Folgenden vier Ziele
ausführlicher darstellen, die uns für Kinder mit der Erfahrung von häuslicher
Gewalt besonders relevant erscheinen.