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Primäre Prävention von Partnergewalt: Ein entwicklungsökologisches Modell
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erhebungen nach mehr als einem Jahr bei zwei sehr sorgfältig entwickelten und intensiven Programmen gaben teilnehmende Jugendliche (Jungen und Mädchen) seltener als die Kontrollgruppe an, Partnergewalt erfahren oder ausgeübt zu haben. Für andere Beziehungskompetenzen zeigten sich kaum Effekte. Befunde zu Partnergewalt im Erwachsenenalter liegen noch nicht vor. Insgesamt sind diese Ergebnisse noch nicht ausreichend bestätigt, aber sehr ermutigend. Es ist daher noch unverständlicher, warum in der Bundesrepublik weit verbreitete Anti-Gewaltmaßnahmen mit Jugendlichen (abgesehen von wenigen Ausnahmen wie dem Anti-Aggressivitäts-Training im Münchner Informationszentrum für Männer) nicht häufiger explizit auf den Bereich Partnergewalt eingehen.
Zusammenfassung und Ausblick Die Forschungsübersicht zur primären Prävention von Partnergewalt hat gezeigt, dass mittlerweile ein nicht unerheblicher Grundstock an Wissen über die Entstehung von Partnergewalt aufgebaut werden konnte. Aus diesem Wissensbestand ergeben sich vielfältige Ansatzpunkte für präventive Maßnahmen gegen Partnergewalt. Sofern die vorliegende Literatur ein einigermaßen zutreffendes Bild vorhandener Präventionsbemühungen vermittelt, wird nur ein Teil dieser Ansatzpunkte in unserer Gesellschaft bisher genutzt. Auch bestehen aufgrund fehlender Evaluationen notwendigerweise Unsicherheiten, inwieweit bisher eingesetzte Handlungsstrategien ihr Ziel der primären Prävention von Partnergewalt erreichen. Die wenigen vorliegenden Wirkungsstudien vermitteln aber insgesamt ein hoffnungsvolles Bild. Als Gesellschaft haben wir daher keinen Grund uns nicht intensiver als bisher um eine Prävention von Partnergewalt zu bemühen.
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