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Der Blick der Forschung
ßen dringen soll und darf, lernen Kinder spätestens mit dem Eintritt in die Schule. Die Befragung der 1400 Kinder und Jugendlichen im Alter zwischen 9 und 17 Jahren zeigt, dass sie der Frage, ob betroffene Kinder über ihre familiäre Situation reden sollten, ambivalent gegenüber stehen. Fast die Hälfte ist unsicher (46.7%), hat Bedenken und knüpft eine positive Antwort an gewisse Bedingungen, die erfüllt sein müssten. Jedes 7. Kind spricht sich eindeutig dagegen aus (14.7%). Nur vier von zehn sind der Meinung, dass Kinder und Jugendliche, die Zeugen und/oder Opfer von Gewalt in der Elternbeziehung werden, sich jemandem anvertrauen sollten. Die PrimarschülerInnen (bis 6. Klasse) scheinen im Vergleich zu den OberstufenschülerInnen stärker dem Privatiȱ£ȱȱȱȱȱãΆȱǯȱtȱȱ Altersgruppen hinweg vertreten deutlich mehr Mädchen als Jungen die Ansicht, dass betroffene Kinder darüber reden sollten (Abbildung 4). Die Unterschiede zwischen den Geschlechtern waren für alle Altersgruppen signifikant.
Abb. 4 Kinder und Jugendliche sollten über die Gewalt zwischen den Eltern sprechen (nach Geschlecht und Alter, N=539)
Unterstützung für Kinder, die im Kontext von häuslicher Gewalt aufwachsen Im Folgenden werden die antizipierten Möglichkeiten und Hindernisse hinsichtlich Hilfe und Unterstützung für von häuslicher Gewalt betroffene Kinder und Jugendliche genauer beleuchtet. Die Studie erlaubt eine genauere Erkundung der Rolle der Verwandten und Lehrpersonen, unter anderem weil zwei offene Fragen die SchülerInnen dazu ermunterten, ihre persönlichen Überlegungen niederzuschreiben. Wie Abbildung 5 und 6 zeigen, schätzen die befragten SchülerInnen den Zugang zu informellen Netzwerken am einfachsten ein. Geschwister und FreundInnen sind in ihren Augen die wich-