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Ergebnisse neuerer deutscher Untersuchungen
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(161 von 558), bekannt. In 62% (383 von 610) kam zur Sprache, dass die Kinder
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die Gewalt zwischen den Eltern miterlebten – eine Angabe, die mit Sicherheit
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das Maß an Mitbetroffenheit unterschätzt. Auch die wissenschaftliche Begleitung der pro-aktiv arbeitenden Beratungs- und Interventionsstellen (BISS) in
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Niedersachsen (Löbmann/Herbers 2005) bestätigt diese Ergebnisse.
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Im Rahmen der Wissenschaftlichen Begleitung Interventionsprojekte gegen häusliche Gewalt (WiBIG) wurde auch die Mobile Intervention in Berlin evaluiert. Die Mobile Intervention ist ein Angebot aufsuchender Beratung
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und Krisenintervention der BIG-Hotline bei häuslicher Gewalt gegen Frauen
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(ausführlich siehe WiBIG 2004 a). Bei 47 % der 240 Klientinnen der Mobilen Intervention waren Kinder im Einsatz anwesend. Auch die Kinder selbst
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hatten häufig unmittelbare Gewalt erlebt. Wurden Frauen durch die Mobile Intervention bei der Antragstellung für einen Antrag nach dem Gewaltschutzgesetz unterstützt oder wurden sie zum Gericht begleitet, lebten zu
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fast Dreivierteln (73%, n=45) Kinder in ihrem Haushalt. Frauen mit Kindern
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scheinen somit deutlich öfter einen solchen Antrag zu stellen.
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Da die Arbeit der neuen zugehenden Angebote - pro-aktiv bzw. aufsuchend – zu einem großen Anteil im Informieren der Klient/innen und in der
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Vermittlung an für sie geeignete Einrichtungen besteht, wird nicht selbstverständlich das gesamte Spektrum an Themen abgearbeitet. In der Krise nach
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einer Gewalteskalation und einer polizeilichen Intervention geht es um das
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Abklären der dringlichsten Fragen. Die Situation der Kinder wird entweder
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von den Beraterinnen routinemäßig erfragt, wenn sie hier auch einen wichtigen
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Auftrag ihrer Stelle sehen, oder aber wird nur dann Thema im Gespräch, wenn
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die Klientin sie anspricht. Die Dokumentation ist sehr oft eine Momentaufnahme und gibt die Lebenssituation von Klient/innen und ihren Kindern nicht vollständig wider. Darüber hinaus ist die Praxis bundesweit uneinheitlich.
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Pro-aktive Beratungsangebote und die Mobile Intervention im Krisenfall
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sind für viele Frauen eine erste Brücke ins Unterstützungssystem. Oft ist nicht
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bekannt, welche Kontakte bereits existierten oder welche Versuche, Hilfe zu
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bekommen, bereits unternommen wurden. Jedoch kann für 35% der IST-Klient/innen (WiBIG 2004 a: 83) und für 66% der BISS-Klient/innen (Löbmann/
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Herbers 2005, S. 181) gesagt werden, dass sie bezüglich der häuslichen Gewalt noch keinerlei Kontakt zu irgendwelchen Einrichtungen hatten. Dies
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bedeutet, dass durch die Kontaktaufnahme dieser Stellen auch erstmalig für
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die Kinder und Jugendlichen die Möglichkeit der Information, Beratung und
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Unterstützung eröffnet wurde. Dies hängt allerdings davon ab, ob die proaktive Kontaktaufnahme automatisch erfolgt oder ob die Zustimmung der
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Frau - möglicherweise ihrer Unterschrift - in der Krisensituation verlangt
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wird. Bestehende und durchaus nicht unberechtigte Vorbehalte von Frauen
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gegenüber dem ASD/Jugendamt können dann verhindern, dass Kindern Unterstützung zuteil wird.
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ȡ Der eigenständige Informations- und Unterstützungsbedarf von Kindern
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und Jugendlichen wird zunehmend anerkannt und thematisiert, es fehlt jedoch
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