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Der Blick der Forschung
und eine hohe Belastung durch Erkältungs- oder andere Krankheiten gesehen.
All diese Symptome wurden als Resultat der schwierigen Situation, in der die
Mädchen und Jungen gelebt haben, gewertet. Ihre Situation wird durch den
Frauenhausaufenthalt sicherer, jedoch nicht viel einfacher (siehe Dürmeier/
Maier in diesem Band). Die Mitarbeiterinnen sahen sich extrem gefordert, angesichts der hohen Fluktuation im Haus und der begrenzten personellen Ressourcen ausreichend Zeit und Gelegenheit zu finden, um die Kinder soweit
kennen zu lernen, dass ihre spezifischen Belastungen erkannt und Lösungswege gefunden werden konnten. Dies geschah in der Regel in Kooperation
mit Einrichtungen der Jugendhilfe. Der Bedarf an einer besonderen Form der
Jugendhilfe, die den äußerst belastenden familiären Erlebnissen gerecht wird,
sowie Fortbildungsbedarf für die Mitarbeiterinnen wurde betont (ebenda).
ȡ Diese Ergebnisse verdeutlichen die Bedeutung eines angemessenen, qualifizierten Angebots für Mädchen und Jungen in Frauenhäusern und in der
Naschbetreuung. Sie legen neben der engen Kooperation mit der Jugendhilfe
und Kinderschutzeinrichtungen sowie Erziehungsberatungsstellen auch eine
Kooperation mit externen Kinderärzten/-innen und Kindertherapeuten/-innen nahe, denn Frauenhäuser verfügen in der Regel nicht über ausreichende
Ressourcen, um entsprechende Mitarbeiterinnen einzustellen (siehe Meja/
Winkler in diesem Band). Das setzt voraus, dass Kinder immer als eigenständige Gruppe gesehen werden müssen und Angebote für sie auch in Zeiten
von Mittelkürzungen erhalten bleiben. Ein Zeichen erfreulicher Entwicklung
stellt die Förderung von Modellprojekten zur Unterstützung von Kindern bei
häuslicher Gewalt durch die Landesstiftung Baden-Württemberg ab 2005 dar.
Kinder im Polizeieinsatz und Platzverweis bei häuslicher Gewalt
„Wenn das aus Sicht der Kollegen nicht für die so genannte Tatbefundsaufnahme ein wesent•’Œ‘Ž›ȱœ™Ž”ȱ’œǰȱŠœœȱŽ’—ȱ›Žħ§‘›’Ž›ȱ’–ȱދޗ›Šž–ȱ Š›ǰȱŠ——ȱ”Š——ȱŽœȱŸ˜›”˜––Ž—ǰȱŠœœȱ
er eben nicht berücksichtigt wird. Und dazu kommt auch, dass auf dem Vordruck eben kein
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ist: das sehe ich nicht, das schreibe ich nicht auf.“ (P I) (WiBIG 2004 b: 91)
Die Wissenschaftliche Begleitung Interventionsprojekte gegen häusliche Gewalt (WiBIG) hat von 1998 bis 2004 an der Universität Osnabrück im Auftrag des BMFSFJ die Arbeit von zehn ausgewählten Interventionsprojekten
in Deutschland evaluiert. Die Studie zeigt, dass Kinder in großer Zahl nicht
nur von dieser Gewalt mitbetroffen sind, sondern dass sie auch die staatliche
Intervention miterleben (siehe auch Linke/Plathe und Nöthen-Schürmann in
diesem Band). Eine von WiBIG in Berlin durchgeführte Auswertung der Dokumentation von 153 Einsätzen durch Polizeibeamte/-beamtinnen zeigte die
Mitbetroffenheit von Kindern. In 53% (80) der erfassten Polizeieinsätze war
die Anwesenheit von Kindern während des Einsatzes am Tatort dokumentiert. Die meisten waren unter 12 Jahre alt. Ebenfalls in Berlin konnte eine