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Hochuli Freund
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31.7.17 S. 208
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Teil 2 Arbeitsfeldspezifische Konkretisierungen und Arbeitsmaterialien
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2.8
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Fallbesprechung Evaluation
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Tab. 8: Fallbesprechung Evaluation
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Einleitung
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Moderation: »Heute nehmen wir uns Zeit inne zu halten, zurückzuschauen, gemeinsam
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zu lernen: Was wir alles gemacht haben im Fall X, was sich verändert hat (und was
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nicht), wie wir den Prozess bewerten, und welche Folgerungen wir daraus ableiten,
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d. h., was wir daraus mitnehmen für die weitere Arbeit – in diesem im Fall, vielleicht
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auch für die weitere Arbeit mit anderen Fällen. 25 Es geht also um Selbstreflexion in
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Bezug auf unsere fachliche Arbeit und darum, Erkenntnisse zu gewinnen für die weitere Arbeit.«
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(Zeitbedarf: 15–30 Min.)
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Vorbereitung: Die Falleinbringerin macht sich vorgängig schriftliche Notizen.
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Moderation und Falleinbringerin machen einen Vorschlag für den Fokus der Evaluation (›das wollen wir genauer anschauen‹). 26
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Schritt 1: Evaluationsfokus und Evaluationsfragen auswählen
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Evaluationsfragen analytische Phase
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Im Fachteam
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• War die Situationserfassung ausführlich genug, prägnant genug, ausreichend ressourcenorientiert? Welche Sichtweisen und Erzählungen
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haben wir erfasst? Welche Aspekte haben wir übersehen, vergessen?
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• Welche Analysemethoden wurden eingesetzt? Welche davon brachte
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besonders wichtige Erkenntnisse? Was hat vielleicht gefehlt? Inwiefern
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ist es uns gelungen, die Fallthematik überzeugend herzuleiten und die
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wesentlichen Aspekte prägnant so zusammenzufassen, dass klar ist,
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worum es in diesem Fall geht?
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• Wie wurde die Diagnose erarbeitet (erfahrungs- und/oder theoriebasiert)? Welche Theorien und Studien wurden beigezogen, welche davon waren besonders passend und ergiebig, welche weniger? Welches
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waren wichtige alltagsbasierte Erklärungen? Insgesamt: Was haben wir
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besser verstanden durch diesen gemeinsamen diagnostischen Prozess?
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• Wie verlief der gemeinsame diagnostische Verständigungsprozess zwischen den Abteilungen/Professionen, wie derjenige mit dem Klienten?
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Worum ging es dabei, welches waren wichtige Erklärungen?
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• Erscheint die Arbeitshypothese auch im Nachhinein gehaltvoll und
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schlüssig? Inwiefern ist es uns gelungen, die Erkenntnisse auf den
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Punkt zu bringen und dabei alles Wesentliche einzubeziehen?
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Evaluationsfragen zur Handlungsphase
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Im Fachteam
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• Inwiefern wurde das, was geplant war, tatsächlich auch umgesetzt?
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• Was hat sich verändert, ist heute anders (als z. B. vor einem halben
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Jahr)? Was hat zu dieser Veränderung beigetragen? Inwiefern werden
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diese Veränderungen als positiv beurteilt?
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• Gab es eine Annäherung an die Grobziele, wurden sie erreicht? Was
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hat v. a. dazu beigetragen? Haben sich die Ziele als sinnvoll erwiesen?
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25 Letzteres gilt insbesondere bei einer Abschlussevaluation.
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26 Zu Evaluationsdimensionen, -kriterien und -fragen siehe Hochuli Freund/Stotz
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2015:317–320.
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