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Hochuli Freund
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31.7.17 S. 276
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Teil 3 Fallarbeit mit KPG
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Wohnen:
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Frau G. wohnt alleine in einer Wohnung mit einem Hund und einer Katze.
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Die Wohnung gefällt ihr. Vor der Klinik hatte sie zu Hause Unterstützung
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durch die psychiatrische Spitex. Sie mag die Wohnung gerne sauber und
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putzt daher regelmässig. Seit zwei Monaten ist sie nun in der Klinik, am Wochenende geht sie nach Hause. Weil ihr Ehemann zurzeit in ihrer Wohnung
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wohnt, ist sie manchmal hin und her gerissen zwischen dem Wunsch, am
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Wochenende nach Hause zu gehen und dem, in der Klinik zu bleiben. Ihr
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Ehemann mache die Wohnung schmutzig und putze nicht so regelmässig wie
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sie, das störe sie. Was ihr gefällt ist, dass er zu ihren Tieren schaut und meistens eingekauft hat, wenn sie nach Hause kommt. Ihr Plan sieht so aus, dass
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ihr Mann, wenn sie aus der Klinik austritt, in seine eigene Wohnung, die
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dann umgebaut sein wird, ausziehen wird. Sie hofft, dass dies klappt. Sie interessiert sich für andere Wohnformen mit Betreuung oder Begleitung und
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wünscht sich Informationen dazu.
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Familie/nahe Beziehungen:
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Die Familie von Frau G. besteht aus ihrem Ehemann, von dem sie getrennt
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lebt, gemeinsam haben sie vier Kinder. Das erste Kind bekam sie mit 17 Jahren, ihr Mann war 22. Sie habe schon ein Enkelkind, das zweite werde im
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Sommer geboren. Trotz dem Getrenntsein zu ihrem Ehemann definiert sie
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die Beziehung als gut. Sie wollen sich nicht scheiden lassen, sie möge ihn immer noch, wisse aber, dass ein Zusammenleben mit ihm nicht funktionieren
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würde. Ihr Mann sei Alkoholiker, das belaste sie sehr. Sie habe ein Leben
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lang versucht, gegen den Alkohol anzukämpfen und ihm zu helfen, davon
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loszukommen. Sie habe es leider nicht geschafft und denke, dass dies auch
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nicht mehr passieren werde. Ihr Vater sei schon Alkoholiker gewesen. Auch
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viele ihrer Freundinnen seien Alkoholikerinnen, sie versuche, sich abzugrenzen und sich bewusst zu machen, dass sie ihnen nicht helfen könne. Sie
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wünscht sich eine stärkere Abgrenzung. Ihre Kinder meinen, sie solle einen
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Beistand haben, auch fänden sie ein betreutes Wohnen eine gute Idee. Frau
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G. äussert zu beiden Punkten Skepsis.
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Finanzen:
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Frau G. bezieht eine Dreiviertel-Rente der IV und Ergänzungsleistungen. Mit
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dem zuständigen Sozialamt hat sie eine Regelung getroffen, dass die zuständige Sozialarbeiterin und sie gemeinsam ein Konto haben, das zwar auf ihren
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Namen lautet, aber gemeinsam verwaltet wird. Momentan in der Klinik erhält sie wöchentlich ein ›Taschengeld‹ von ihrem Einkommen. Diesen Kontrollverlust erlebt sie zum einen als störend, da er ihre Freiheiten beschränke,
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andererseits empfindet sie ihn als hilfreich, da sie mit der Einteilung ihres
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Einkommens überfordert wäre.
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Arbeit/Freizeit:
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Vor dem Klinikeintritt ist Frau G. keiner Arbeit nachgegangen. Früher war
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sie Hausfrau und Mutter. Sie hat keine Ausbildung gemacht. Vor dem Kli276
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