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Hochuli Freund
31.7.17 S. 223
»Sprechen ist schwierig«
• der es schwer fällt mit anderen Kindern zu sprechen oder Kontakt aufzunehmen und die unter Ängsten leidet;
• für die sich alle wünschen (auch sie selber), dass sie sich von ihren Ängsten und Sorgen befreien kann und lernt, mit anderen zu kommunizieren.
Reflexion
Das Vorbereitungsgespräch mit Lea verlief viel besser, als ich erwartet hatte.
Ich hatte mich darauf eingestellt, dass sie von sich aus nicht viel erzählen und
nur kurze Antworten geben wird. So war es dann aber gar nicht. Meine detaillierte Vorbereitung auf das Gespräch war sehr hilfreich, sie gab dem Gespräch
eine Struktur und bot mir Sicherheit.
Die Silhouette als Analysemethode erlebte ich als sehr hilfreich und gut geeignet für die Arbeit mit Kindern. Je nach Alter, Entwicklungsstand und Situation lässt sich die Methode anpassen. Man könnte auch gemeinsam mit einem
Kind eine Silhouette basteln, vielleicht auch die Begriffe verändern. Im Vergleich zum ICF-Formular erachte ich die Silhouette als besser geeignet, um die
Perspektive des Kindes zu erfassen. Die ICF-Items sind zwar ausführlich
umschrieben, aber eher kompliziert für Kinder. Daher ist die Silhouette eine
wichtige Ergänzung zum Standard-Analyse-Instrument im Landenhof.
Das Standortgespräch erachte ich als ein wichtiges Gefäss, um die Ansichten
aller Beteiligten hören und diskutieren zu können. Eine gemeinsame Sicht zu
entwickeln, ist für die Kooperation ausschlaggebend. Im Fall Lea ist die Ausgangslage ideal, da die Sichtweisen deckungsgleich sind. Dies erleichtert die Arbeit und erfordert keine weitere Auftragsklärung. Mit der Fallthematik habe
ich nun einen Gesamtüberblick und weiss, worum genau es in diesem Fall geht.
2.3
Diagnose
Die herausgearbeitete Fallthematik möchte ich nun mit Hilfe der Diagnosemethode des Theoriegeleiteten Fallverstehens genauer erhellen und verstehen (vgl.
Hochuli Freund/Stotz 2015:220ff.). Dabei möchte ich Lea nicht auf die Störung
»Selektiver Mutismus« reduzieren, sondern auch weiteres Fachwissen nutzen.
Wie ich das Fachwissen in den Verständigungsprozess mit Lea einbringen
kann, stellt mich vor eine grosse Herausforderung.
Planung
Zunächst werde ich nach geeigneter Fachliteratur suchen, die etwas zur Erhellung des Falles und der Fallthematik beitragen könnte. Aus der Auseinandersetzung damit werde ich erklärende Hypothesen formulieren. Um eine Arbeitshypothese sowie Fragenstellung für die Professionellen abzuleiten, werde ich
sowohl die konstatierenden wie auch die erklärenden Hypothesen nochmals betrachten und versuchen Verbindungen herzustellen (vgl. Hochuli Freund/Stotz
223