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Hochuli Freund
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31.7.17 S. 129
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KPG im Eingliederungsmanagement
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eindeutigen Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge (Luhmann/Schorr 1982:14,
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Hochuli Freund/Stotz 2013:53–55).
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Das professionelle Handeln in der Sozialen Arbeit ist deshalb nicht bzw. nur
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sehr begrenzt standardisierbar. Lediglich die Prozessabläufe in den Erbringungen von Hilfeleistungen sind standardisierbar: das Vorgehen, wie Fälle bearbeitet werden, sowie die Art und Weise, wie unterschiedliche Hilfeleistungen von
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verschiedenen Hilfesystemen koordiniert werden (z. B. im Case-Management)
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und wie der fachliche Austausch gewährleistet wird. Die strukturierte Bearbeitung von Fällen, wie sie das Konzept KPG vorsieht, ist eine Antwort auf das
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strukturelle Technologiedefizit und ermöglicht eine professionelle Herangehensweise.
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Strukturmerkmal ›Koproduktion‹
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Welche spezifischen personenbezogenen, sozialen Dienstleistungen erbringt die
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Soziale Arbeit beim Eingliederungsmanagement? Diese sind geprägt durch das
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sog. Uno-actu-Prinzip: Sie werden im selben Moment produziert, wie sie auch
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konsumiert werden. Der Sozialpädagoge als Produzent der Dienstleistung und
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die Klientin als ›Konsumentin‹ agieren gleichzeitig. Ohne ein Zutun der Klientin
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– welcher Art und wie aktiv auch immer – kann die Dienstleistung gar nicht zu
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Stande kommen. Die Klientin hat dadurch den Status einer ›Ko-Produzentin‹.
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Diese Koproduktions-Tatsache gilt als weiteres Strukturmerkmal der Sozialen
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Arbeit (Galuske 2013:47-48, Hochuli Freund/Stotz 2015:55–60). Es verweist
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auf die Notwendigkeit, die Zusammenarbeit mit Klienten bewusst zu gestalten,
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nämlich als Kooperation, wie Schweitzer sie definiert hat: als »zwischen mindestens zwei Personen abgestimmte, auf ein Ergebnis gerichtete Tätigkeit«
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(Schweitzer 1998:25). Sozialpädagogen haben demnach einen dialogischen
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Aushandlungs- und Verständigungsprozess mit Klientinnen zu initiieren, Ziele
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zu vereinbaren und auf diese Weise eine Grundlage für gemeinsames Handeln
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zu schaffen.
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Die Gestaltung der Kooperation mit Klienten hat einen hohen Stellenwert im
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Konzept KPG, denn ohne aktive Beteiligung der Klienten ist eine Hilfeleistung
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im Sinne der Sozialen Arbeit nicht möglich. Diese Tatsache ist auch in den Arbeitsfeldern des Eingliederungsmanagements von grundlegender Bedeutung, insbesondere da, wo die eigene Motivation der Klientinnen unklar ist und Aktivitäten in Hinblick auf Reintegration in Erwerbsarbeit verordnet sind, weil sonst
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der Rechtsanspruch auf Leistungen der Sozialhilfe oder der Invalidenversicherung erlischt bzw. gemindert wird.2
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Diese Strukturmerkmale – Spannungsfeld zwischen Hilfe und Kontrolle,
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strukturelles Technologiedefizit und die Koproduktions-Tatsache – prägen als
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2 Dass Interaktionsdynamiken sich in Zwangskontext entwickeln können und wie Professionelle auch unter diesen Rahmenbedingungen allmählich eine Kooperation mit
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Klienten erarbeiten können, wird beleuchtet u. a. bei Conen/Cecchin 2013, Kähler/
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Zobrist 2013, Stotz 2012.
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