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Hochuli Freund
31.7.17 S. 179
Variationen zum Prozessgestaltungsmodell Spiel-Möglichkeiten und Klärungen Ursula Hochuli Freund, Raphaela Sprenger-Ursprung
Das im Konzept Kooperative Prozessgestaltung (KPG) enthaltene Prozessmodell kann als Orientierungsrahmen eingesetzt werden, um ein methodisch strukturiertes und gleichzeitig konsequent kooperativ ausgerichtetes Handeln sicherzustellen. Um die Bedeutung der einzelnen Prozessschritte zu klären und eine spielerische Annäherung an das Konzept KPG zu ermöglichen, werden in diesem Beitrag Variationen zum Prozessgestaltungsmodell vorgestellt. Den einzelnen Prozessschritten werden Tätigkeiten, mögliche Fragen sowie Symbole und Metaphern zugeordnet und es wird in die je spezifische Grundhaltung eingeführt. Um aktuellen Missverständnissen künftig vorzubeugen werden anschliessend drei Klärungen zum Konzept KPG vorgenommen.
1
Ein Modell und seine Variationen
Das Konzept KPG bietet einen Denk- und Handlungsrahmen zur Strukturierung des professionellen Handelns in der Sozialen Arbeit. Ein wichtiges Hilfsmittel und Arbeitsinstrument ist das sog. Prozessgestaltungsmodell (vgl. Hochuli Freund/Stotz 2015:138f.). Zunächst wird skizziert, welche Funktionen dieses Modell erfüllt und erläutert, wozu die anschliessend vorgestellten Variationen des Prozessgestaltungsmodells dienen.
1.1
Das Prozessmodell KPG
Phasen- und Prozessmodelle haben eine lange Tradition in der Sozialen Arbeit. Solche Modelle seien oft dem Verdacht der Banalität ausgesetzt, konstatiert Possehl (2002:6, unter Bezugnahme auf von Cranach 1996), beinhalten sie doch ein Problemlöseverfahren, das auch in unserem kulturellen Alltagswissen verankert sei. Und er folgert: »Phasenmodelle mögen […] banal sein, ihre praktische Anwendung auf berufliche Probleme erfordert aber möglicherweise keineswegs mehr banale, sondern äusserst schwierige berufs- und situationsspezifische Anpassungen und muss anhand konkreter Fälle eingeübt werden.« (Possehl 2002:6)
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