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• Sind die Unterschiede in den einzelnen Perspektiven erkennbar und bei
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der Auswertung angemessen berücksichtigt? Ist insbesondere die
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Unterscheidung der Klientenperspektive und derjenigen der
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Professionellen klar (oder steht die Expertinnenperspektive implizit für
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das Ganze)?
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• Wurde eine strukturierte Auswertung entlang den Kriterien der
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jeweiligen Methode vorgenommen und sorgfältig mit den erhobenen
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Daten umgegangen?
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• Ist die Fallthematik schlüssig hergeleitet aus der Auswertung und
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tatsächlich präzisiert? Ist klar, was im nächsten Schritt verstanden
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werden soll (Diagnose) oder was zu unternehmen ist (Indikation für
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Intervention)?
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• Wenn mit etwas Abstand noch einmal auf Situationserfassung und
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Analyse zurückgeschaut wird: Stimmt die herausgearbeitete Fallthematik,
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sind dort wirklich Hinweise darauf enthalten (oder wurde ein bestimmtes
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Thema in den Fall hineininterpretiert)? Sind die vorläufigen Themen aus
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der Situationserfassung durch die Analyse differenziert und verdichtet
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worden, wurden wirklich neue Erkenntnisse generiert (oder wurde die
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Analyse nur pro forma durchgeführt)?
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• Welche Ergänzungen sind für die Analyse allenfalls noch nötig?
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9.9
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Übersicht Prozessschritt ›Analyse‹
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Aufgabe
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Durch eine strukturierte Auslegeordnung mit mindestens zwei Methoden
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soll herausgearbeitet werden, was genau die Thematik in einem Fall ist.
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Die Komplexität wird durch eine methodisch strukturierte Erfassung von
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neuartigen Daten – themenbezogenen, multiperspektivischen
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Bewertungen – zunächst erhöht und anschließend durch eine
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strukturierte Auswertung wieder reduziert. Ziel in diesem Prozessschritt
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ist es, die Fallthematik herauszuarbeiten (»worum geht es genau?«) und
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daraus Folgerungen abzuleiten: Was in einem nächsten Schritt erklärt
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und verstanden werden soll (Diagnose), bei einfachen Fällen allenfalls
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auch schon, welche Unterstützung indiziert ist (Intervention).
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Methoden
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• Perspektivenanalyse: gemeinsam mit Beteiligten (in verschiedenen
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Varianten), Fallinszenierung (auf der Fachebene)
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• Analyse durch Reflexion des eigenen Erlebens (Fachebene)
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• Notationssysteme: Genogramm, Netzwerkkarte, Silhouette,
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Zeitstrahl/Zeitbalken, Soziogramm, u. a.
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• quantitative Verfahren: PIE, PRO-ZIEL-Basisdiagnostik,
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sozialpädagogische Risiko-Ressourcenanalyse, u. a.
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• qualitative Verfahren: Kompetenzanalyse, verschiedene Ressourcenoder Problem-Ressourcen-Zugänge, offene Analysefragen (= Analyse in
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weitem Sinne) u. a.
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