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zielt ab auf Wirksamkeit, und es muss dem Kriterium der
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Angemessenheit genügen.
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Soziale Arbeit ist ein gesellschaftliches Funktionssystem, das soziale
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Gerechtigkeit und die Wahrung der Würde von Menschen sichern soll. Sie
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leistet einen Beitrag zu sozialer Grundversorgung und Bildung, sie bietet
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Unterstützung in der Alltagsgestaltung und Lebensbewältigung an und
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trägt bei zu sozialer Integration. Die Zielsetzung Sozialer Arbeit lässt sich
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umschreiben mit den Begriffen soziale Gerechtigkeit, soziale Integration
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und Autonomie in der individuellen Lebenspraxis. In den einzelnen
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Organisationen innerhalb der verschiedenen Praxisfelder der Sozialen
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Arbeit wird dieser allgemeine Auftrag in Hinblick auf eine Zielgruppe
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und/oder Problematik spezifiziert und beinhaltet jeweils eine bestimmte
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Hilfeform. Der allgemeine Auftrag der Sozialen Arbeit als übergeordnete
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Ausrichtung und der konkretisierte organisationsspezifische Auftrag
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können als Leitplanken und Zielrichtung für das professionelle Handeln
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gelten.
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Eine der Kategorisierungen der Hilfeformen unterscheidet zwischen
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›Arbeit mit Einzelnen (und Familien)‹, ›Arbeit mit Gruppen‹ und ›Arbeit
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mit Gemeinwesen‹. Gemäß einem Grundprinzip Sozialer Arbeit geht es
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bei allen Hilfeformen um die Veränderung von Lebensweise und von
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Lebensbedingungen. Aus dieser zweiten Ausrichtung ergibt sich ein
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politisches Mandat der Sozialen Arbeit.
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Alle aktuellen Theorien der Sozialen Arbeit gehen von einem Personin-Umwelt Modell aus und sehen Probleme der Lebensbewältigung als
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komplexes Interaktionsgeschehen zwischen bio-psychischen, sozialen
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und kulturellen Dimensionen. Der besondere Fokus der Sozialen Arbeit
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liegt dabei auf der sozialen Dimension. Als Grundprinzipien der Sozialen
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Arbeit gelten u. a. ein systemischer Zugang, Lebensweltorientierung und
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Ressourcenorientierung. Die Arbeitsweise ist dialogisch-partizipativ. Zu
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professionellem Handeln gehört unabdingbar die Bezugnahme auf
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wissenschaftliches Wissen. Neben theoretischem und empirischem
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Wissen, das in Disziplin der Sozialen Arbeit generiert wurde, gilt es auch
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Wissen aus relevanten Nachbardisziplinen zu nutzen.
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Vertiefungsliteratur
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Merten, Roland (2002). Sozialarbeit/Sozialpädagogik als Disziplin und Profession.
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S. 29–87 in: Schulze-Krüdener, Jörgen/Homfeldt, Hans Günther/Merten, Roland (Hg.).
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Mehr Wissen – mehr Können? Soziale Arbeit als Disziplin und Profession. Schneider
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Verlag, Hohengehren.
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Thole, Werner (2012a). Die Soziale Arbeit – Praxis, Theorie, Forschung und Ausbildung,
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Versuch einer Standortbestimmung. S. 19–70 in: Ders. (Hg.). Grundriss Soziale Arbeit.
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Ein einführendes Handbuch. 4. Auflage. VS Verlag für Sozialwissenschaften,
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Wiesbaden.
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