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Hochuli Freund
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31.7.17 S. 25
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Anforderungen an professionelles Handeln
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dingungen und Dynamiken, in Wissen zu Ethik, Normen und Werten und in
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Veränderungswissen zu Methoden und Arbeitshilfen wie auch zu Teamarbeit,
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Evaluation und Forschung. Bei der Dimension der beruflichen Haltungen geht
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es um die Reflexion der eigenen beruflichen Haltung, die Orientierung an bestimmten Grundwerten und einen reflektierten Einsatz der Haltung durch Identifikation mit Disziplin, Profession und Organisation (vgl. 2013:82–98).
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Dieter Kreft unterscheidet ebenso zwischen Haltungen, Können und Wissen,
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wenn auch nicht so ausdifferenziert wie von Spiegel. Er legt v. a. Wert auf die
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kommunikative Kompetenz und die administrative/Management-Kompetenz.
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Unter der kommunikativen Kompetenz wird die Zusammenarbeit und Koordination mit Klientinnen und Klienten verstanden, sowohl organisationsintern als
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auch mit anderen Institutionen und Fachkräften. Für die praktische Umsetzung
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ist die Management-Kompetenz erforderlich, d. h. die Kenntnis und der Umgang mit den bestehenden Kontextfaktoren von Politik, Recht etc. Als Grundhaltung sieht er einen hippokratischen Eid, der aus Verpflichtungen gegenüber
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der Profession, ethischer Prinzipien und rechtlicher Vorgaben besteht (vgl. Kreft
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2010:55f.).
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Michael Galuske geht von mehreren notwendigen Elementen sozialpädagogischer Methodenansätze aus. Seiner Ansicht nach braucht es Hilfen,
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• um an diverse Informationen zu gelangen und diese zu analysieren und zu
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reflektieren,
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• zur Kommunikation und Interaktion mit Klientinnen und Klienten und ihrem Umfeld,
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• zur Gestaltung von flexiblen institutionellen Settings und der Orientierung
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am Einzelfall,
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• zur Phasierung des Hilfeprozesses in Handlungsschritte,
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• zur Gewährleistung der Partizipation von Klienten und Klientinnen und
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• zur Kontrolle der Folgen der Interventionen (vgl. Galuske 2013:161).
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Roland Becker-Lenz et al. nennen vier existenziell notwendige Voraussetzungen als Rahmenbedingungen für professionelles Handeln.
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»Professionalisiertheit lässt sich eben gerade an der erwartbaren Verfügbarkeit spezifischen professionellen Wissens und professioneller Kompetenzen festmachen, sie setzt
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einen professionellen Habitus wie eine gelebte und lebbare professionelle Identität
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voraus.« (2012:10)
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Wissen, Kompetenz, Habitus und Identität sind miteinander verwobene Elemente von Professionalität, die sich nicht voneinander trennen lassen und sich
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gegenseitig bedingen (vgl. ebd.:26). Reflexivität wird dabei explizit als verbindende und äusserst wichtige Komponente benannt (vgl. ebd.:14). In einer Studie zu den Handlungsproblemen von Studierenden und ihrer Habitusbildung
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wurden vier Hauptprobleme herausgearbeitet. Es besteht Unklarheit über den
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eigenen Auftrag und die Zuständigkeit, die Studierenden sind kaum in der
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Lage, eine wissensbasierte Deutung vorzunehmen, es fällt ihnen schwer eine angemessene Beziehung aufzubauen und zu gestalten und der Einsatz von Methoden erfolgt häufig fehlerhaft oder beliebig (vgl. Becker-Lenz/Müller 2009:324–
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