2026-001/documents/arbeit/pages/128.md
KPG Mentor 0cec1b5740 feat: extract individual page markdown files from PDFs
Generated pages/ subfolders for all documents:
- arbeit: 386 pages
- praxis: 297 pages
- EPG: 11 pages

Page numbers are 0-based PDF indices matching the book viewer.
Extracted using pdftotext.
2026-03-05 11:13:56 +00:00

42 lines
2.3 KiB
Markdown

Praxiskontext gerecht werden (
2008:1).
Abb. 3; vgl. Hochschule für Soziale Arbeit:
Abb. 3: Kompetenz als situationsbezogene Relation zwischen Person und Umwelt (Hof 2002:86)
Erpenbeck/Rosenstiel präzisieren diese Begriffsdefinition. Nach ihnen
umfassen Kompetenzen Persönlichkeitsmerkmale, die in lebenslangen
Lern- und Entwicklungsprozessen aufgebaut werden. Diese
Persönlichkeitsmerkmale sind als angeeignete
Selbstorganisationsdispositionen physischen und psychischen Handelns zu
verstehen. Kompetenzen sind bis zu einem bestimmten Handlungszeitpunkt
entwickelte innere Voraussetzungen zur Regulation von Tätigkeiten, die
handlungszentriert sind und sich primär auf divergent-selbstorganisative
Handlungssituationen beziehen (vgl. 2007:XXXVI). Wir definieren
Kompetenzen in Anlehnung an Hof und Erpenbeck/Rosenstiel als in einer
Person entwickelte Fähigkeitsdispositionen. Sie sind selbstorganisiert zu
realisieren mit dem Ziel, unvorhersehbare, komplexe Handlungssituationen
adäquat zu bewältigen. Selbstorganisiertes Handeln kann sich auf die eigene
Person, auf die soziale Umwelt wie auch auf die fachliche Erfassung und
Veränderung von Situation und Aufgabe beziehen. Das bedeutet, dass
innerhalb der Kompetenzen zwischen unterschiedlichen
Kompetenzkategorien zu unterscheiden ist.
Selbstkompetenzen
Selbstkompetenzen sind die Dispositionen einer Person, selbstorganisiert
und selbstreflexiv zu handeln. Es geht darum, die eigene Person mit
Motivation als Werkzeug in die berufliche Tätigkeit einzubringen, sich selbst
einzuschätzen, selbstständig zu handeln, sich weiter zu entwickeln,
lernfähig zu bleiben. Selbstkompetenz zeichnet sich aus durch Übernahme
der Verantwortung für das eigene Handeln sowie dessen kritisches
Hinterfragen.
Fach- oder Methodenkompetenzen
Darunter werden Dispositionen einer Person verstanden, über relevantes
Fachwissen zu verfügen, dieses kriteriengeleitet einzuordnen und es in
geplanter, zielgerichteter, sinnvoller und kreativer Weise in der Arbeitswelt
einzusetzen. Fach- und Methodenkompetenzen sind Dispositionen, um
Aufgaben und Problemstellungen im beruflichen Alltag fall- und
situationsbezogen erkennen und diese effektiv und kreativ lösen zu können.
Sie umfassen auch das Erschließen von Ressourcen, die Realisierung von
Kooperation mit unterschiedlichen Adressatengruppen sowie die