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Hochuli Freund
31.7.17 S. 277
Autonomieförderung durch systemische Fallbearbeitung
nikeintritt hat sie in ihrer Freizeit oft Fernseher geschaut und sei keiner bestimmten Freizeitbeschäftigung nachgegangen. In der Klinik habe sie entdeckt, wie erfüllend verschiedene Hobbys seien, sie strickt gerne, malt und
liest. Sie macht sich Gedanken, wie es nach dem Klinikaustritt weitergehen
wird. Sie interessiert sich für geschützte Arbeitsplätze und wünscht sich Informationen dazu.
Gesundheit:
Frau G. ist adipös, sie bewegt sich schwerfällig und ist rasch ausser Atem.
Sie habe eine lange Geschichte mit ihren Rückenschmerzen, eine helfende Behandlung, ausser die Schmerzen zu betäuben, habe sie bis jetzt nicht gefunden. Sie sei sehr vergesslich, ein Arzt habe ihr gesagt, das könnte mit einem
unbemerkten Schlaganfall zusammenhängen. Sie sei rasch müde und müsse
sich oft hinlegen oder schlafen. Sie habe viele Ideen, was sie unternehmen
könnte, die Umsetzung scheitere oft an ihrer Müdigkeit.
2.3
Analyse
Nach KPG werden die Informationen aus dem Prozessschritt der Situationserfassung im Schritt der Analyse mit Hilfe themenbezogener Einschätzungen erweitert. Die Komplexität der Informationen wird dadurch zunächst erhöht,
deshalb müssen diese anschliessend bewertet und fokussiert werden, damit die
Komplexität wieder reduziert werden kann (vgl. Hochuli Freund/Stotz
2015:180f.). Mit Hilfe verschiedener Analysemethoden soll herausgearbeitet
werden, was das Thema des Falles ist (vgl. ebd.:212f.).
Als erstes möchte ich mit der Methode des Zeitstrahls beginnen (siehe
Abb. 20), um mir selber eine Übersicht über die von Frau G. subjektiv als
wichtig empfundenen Stationen ihres Lebens machen zu können (vgl. ebd.:
191ff.). Als zweite Analysemethode erachte ich eine Problem- und Ressourcenanalyse mit der systemischen Denkfigur (SDF) nach Staub-Bernasconi und
Geiser als sinnvoll. Diese Methode ist Teil des von Staub-Bernasconi und Obrecht entwickelten Systemtheoretischen Paradigmas Sozialer Arbeit (vgl. Geiser
2009). Dabei kann ich die Ressourcen und Probleme von Frau G. in einen verständlichen Zusammenhang bringen. Mit der Auslegeordnung nach Ressourcen
und Probleme von Frau G. in der SDF sollte klarwerden, was die Thematik des
Falles ist.
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