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Hochuli Freund
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31.7.17 S. 137
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KPG im Eingliederungsmanagement
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• Arbeitssituation: Leistungsanforderungen an einem konkreten Arbeitsplatz;
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• soziale Situation am Arbeitsplatz: Kontaktmöglichkeit, Arbeitsklima, Kultur.
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Im Gegensatz zu den Fragen zur Situationserfassung – die v. a. Erzählungen generieren sollen – geht es bei der Analyse darum, Bewertung, Beurteilung und
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Einschätzung zu eruieren. Ebenso sind neben Schwierigkeiten/Belastungen stets
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auch Ressourcen einzuschätzen.
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Strukturiert oder offen?
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Bei einem strukturierten Analyse-Vorgehen wird mit Instrumenten gearbeitet,
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welche bestimmte Kategorien vorsehen (siehe oben) und Themenbereiche und/
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oder Fragen enthalten. Oft strukturieren diese Instrumente auch die Dokumentation. Darüber hinaus werden in der Praxis oft sog. offene Analysefragen gestellt, die eine Einschätzung erfordern:
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• Was ist klar, was ist unklar?
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• Was ist einfach, was schwierig?
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• Was ist dringlich, was ist dem Klient und/oder den Professionellen wichtig,
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was kann zurückgestellt werden? Etc.
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• Welche Perspektiven sind zu erfassen?
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Die Einschätzungen der Klientin selber sind am wesentlichsten und dürfen keinesfalls übergangen werden. Darüber hinaus ist zu klären, wessen Sichtweise
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ebenfalls wichtig ist: In einem Arbeitsintegrationsprogramm oder in einem Unternehmen ist höchst wahrscheinlich auch diejenige der Vorgesetzten wichtig,
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vielleicht auch diejenigen der Mitarbeitenden. Auch die eigene Einschätzung
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der Sozialarbeiterin selber gilt es explizit aufzunehmen. Grundsätzlich sind dabei stets die Anforderungen des ersten Arbeitsmarktes im Auge zu behalten.
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Fachlichkeit zeigt sich in einer sorgfältigen Unterscheidung der verschiedenen
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Sichtweisen und Beurteilungen einer transparenten Darlegung und Diskussion
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von Selbst- und Fremdeinschätzungen mit der Klientin.
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Wie werden die erhobenen Daten ausgewertet?
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Wenn in der Analyse methodisch strukturiert weitere Daten erhoben werden,
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erhöht sich damit auch die Komplexität in einem Fall. Deshalb ist es unabdingbar, die Komplexität auch wieder zu reduzieren: indem die Daten ebenfalls
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strukturiert ausgewertet werden, Hypothesen formuliert und die Erkenntnisse
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verdichtet und fokussiert werden. Auf diese Weise kann die Fallthematik herausgearbeitet, gemeinsam mit dem Klienten diskutiert und festgehalten werden,
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worum genau es hier geht.
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Aus der Fallthematik ergibt sich, wie in einem Fall weitergearbeitet wird. Ist
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der Handlungsbedarf offensichtlich – z. B. bei grossen Leistungsschwankungen
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im Zusammenhang mit übermässigem Alkoholkonsum –, dann geht es im wei137
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