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• Wurde die Fallbearbeitung wirklich geöffnet und nach
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unterschiedlichsten Interventionsmöglichkeiten gesucht? Wurde der
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berufliche und organisationseigene Erfahrungsschatz genutzt und in
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Hinblick auf fallbezogene Angemessenheit beurteilt?
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• Wurden die Interventionsmöglichkeiten kritisch reflektiert – in Hinblick
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u. a. auf Ressourcen, mögliche Wirkungen und unerwünschte
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Nebenfolgen? Wurde die Reflexion genutzt, um Interventionen
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gegebenenfalls zu verändern und zu ergänzen?
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• Wurden verantwortliche Entscheidungen für Eingriffe gefällt, da wo sie
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angezeigt waren? Und wurde kritisch überprüft, ob diese
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Einschränkungen der Autonomie wirklich notwendig waren, um Fremdoder Selbstgefährdungen abzuwenden?
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• Wurden dem Klienten und dem Klientensystem genügend
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unterschiedliche Angebote unterbreitet? Waren die Klientinnen – ihren
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Möglichkeiten entsprechend – beteiligt am kreativen Prozess der Suche
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nach Interventionsmöglichkeiten?
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• Wurde geprüft, wo es Möglichkeiten des gemeinsamen Handelns gibt?
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Wurde reflektiert, wo eigenverantwortliches Handeln unterstützt und die
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Aktivität der Professionellen zurückgenommen werden kann?
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• Wurden alle direkt am Fall beteiligten Fachpersonen einbezogen in die
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Interventionsplanung? Sind die nunmehr geplanten Interventionen
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abgestimmt mit den Interventionen anderer Hilfesysteme? Wurden die in
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weitem Sinne am Fall Beteiligten informiert, soweit dies angemessen
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erscheint?
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12.7
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Übersicht Prozessschritt Interventionsplanung
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Aufgabe
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Bei der Interventionsplanung gilt es, konkrete Antworten zu finden auf
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die Frage ›Was tun?‹ Aufgabe ist, mit einer fallbezogenen sinnvollen
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Auswahl von Interventionen Bildungsprozesse von Klienten zu
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unterstützen und zu ermöglichen sowie ihre Lebensbedingungen zu
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verbessern. Erkenntnisse aus Analyse und Diagnose sowie vereinbarte
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Grobziele bilden den Rahmen für Interventionsplanung; das Prinzip der
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Ressourcenorientierung kann als Basis, ein handlungsleitendes Konzept
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als Hintergrundfolie genutzt werden. Ziel ist es, gemeinsam mit allen
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Beteiligten in einem kreativen Prozess neue Interventionsideen zu finden,
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diese kritisch zu reflektieren und dann geeignete Interventionen
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auszuwählen und eine erste Interventionsphase konkret zu planen (wer
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macht wann was wie?) und eventuell hierfür Feinziele zu definieren.
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Konzepte und Methoden
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• Handlungsleitende Konzepte (wie z. B. Konzept der
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Lebensweltorientierung, Empowerment, Lösungsorientierter Ansatz
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etc.)
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