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Alle diese Reflexionsfragen bereiten die Auswahl von Interventionen vor
und zeigen zugleich den Bedarf an Modifikationen und Ergänzungen auf. Es
ist gut möglich, zwei unterschiedliche Reflexionsmethoden und -fragen zu
nutzen. Der Zeitaufwand für eine solche kritische Reflexion von
Interventionsideen ist übrigens gering.
Schritt 4: Entscheiden, planen, synchronisieren, organisieren
Auf der Basis der Reflexion unterschiedlicher Interventionsmöglichkeiten
werden die besten Interventionen ausgewählt. Dabei gilt es zu überlegen,
was in Anlehnung an ein handlungsleitendes Konzept ( Kap. 12.3.1)
methodisch zu beachten ist. Je nach organisationalem Kontext kann es
sinnvoll sein, festzuhalten, welche Feinziele mit diesen Interventionen
erreicht werden sollen. Feinziele haben von der Form her den S.M.A.R.T.Kriterien zu genügen ( Kap. 11.4) und sind einem Grobziel zuzuordnen.
Bei der konkreten Planung des Vorgehens klären die Professionellen,
welche Personen in welcher Weise beteiligt sind bzw. involviert werden und
wer mit wem zusammenarbeitet. Sie sprechen die Aufgabenverteilung ab,
handeln Zuständigkeiten aus und klären Verantwortlichkeiten. Ein
Zeitrahmen und eine Zeitstruktur werden festgelegt, verschiedene
Interventionen werden synchronisiert und die ganze Planung wird allen
Beteiligten transparent gemacht. Dies verlangt von der Fallführenden
Sozialarbeiterin eine gute Koordination und ein effizientes
Zeitmanagement.
In der Regel wird lediglich die erste Interventionsphase detailliert
geplant. Weitere Interventionsphasen und die Fernziele dazu werden
zunächst nur skizziert. Erst nach der Zwischenauswertung der ersten Phase
wird im Sinne einer fortlaufenden, rollenden Planung ( Kap. 12.2) die
nächste Phase genau geplant.
Konkret müssen bei diesem letzten Schritt der konkreten
Interventionsplanung folgende Fragen beantwortet werden:
• Wer macht wann was?
• Wer ist wofür verantwortlich?
• Was muss besonders beachtet werden?
• Was wird wie dokumentiert?
• Wann und mit wem finden Zwischenevaluationen statt, wann ist
Endauswertung?
• Wer ist hauptsächliche Ansprechperson?
Jede Planung ist als eine Möglichkeit, letztlich als eine Hypothese zu sehen.
Sie bietet eine Orientierungs- und Verbindlichkeitsstruktur für das Handeln,
die aber durch die Wirklichkeit relativiert werden kann, denn manchmal
kommt es anders als man denkt. Deshalb ist es wichtig, in der Arbeit mit
Menschen, mit Klientensystemen im Rahmen der Sozialen Arbeit die
Grenzen der Planbarkeit stets zu bedenken ( Abb. 26).